Cup-Final
Finaltorschütze Fabian Frei: «Der Cupsieg ist nicht versöhnlich»

Der FC Basel holt nach zwei Jahren mit dem Schweizer Cup endlich wieder einen Titel. Torschütze Fabian Frei verteilt nach dem Cupsieg Feier-Ratschläge und spricht über die Auswirkungen des Titels.

Jakob Weber
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Die Bilderstrecke vom Cupfinal: Lächeln, winken und jubeln für das obligate Cupsieger-Foto.
25 Bilder
Marek Suchy erhält den Pokal und gibt ihn gleich an den nächsten weiter.
Bildstrecke: Fussball, Cupfinal 2019, FC Basel - FC Thun (19.5.19)
Nach dem Abpfiff rennen die Spieler des FC Basel zur Seitenlinie. Der Cup gehört ihnen.
Valentin Stocker (r.) hebt seinen Torhüter Jonas Omlin hoch. Auch Omlin ist der glückliche Ausgang für den FC Basel zu verdanken.
Enttäuschung auf der anderen Seite: Kenan Fatkic (l.) und Guillaume Faivre (r.) trösten sich gegenseitig.
Fabian Frei lässt den Emotionen nach seinem Treffer zum 2:0 freien Lauf.
Auch Thuner zupfen am Leibchen: Nicola Sutter (l.) reisst Eder Balanta (r.) zurück.
Einwurf: Taulant Xhaka (r.) spricht noch kurz mit Thuns Cheftrainer Marc Schneider (l.).
Wenn man nicht schneller ist, hält man den Gegner anders zurück. Wie Valentin Stocker (l.) hier gegen Marvin Spielmann (r.).
Nur fliegen ist schöner: Carlos Zambrano (l.) hebt ab, Dejan Sorgic (r.) läuft in die falsche Richtung.
Nicht ganz mit rechten Dingen geht dieses Duell vonstatten. Taulant Xhaka (l.) zupft am Leibchen von Marvin Spielmann (r.).
Stützt Taulant Xhaka (l.) Chris Kablan (r.) ab oder versucht er noch an den Ball zu gelangen?
Noah Okafor (l.) und Matteo Tosetti (r.) im Laufduell.
Kritischer Blick: Basels Trainer Marcel Koller trotz der 1:0-Führung seines Teams.
Das Tor der Basler aus einem anderen Blickwinkel.
Taulant Xhaka (l.) springt Valentin Stocker (r.) nach Ajetis Tor in die Arme.
Knapp daneben: Thuns Torhüter Guillaume Faivre kommt nicht mehr an den Ball. Der Schuss von Albian Ajeti geht zum 1:0 ins Tor.
Die Basler Fans sind im Stadion kreativer und haben eine grosse Choreo mitgebracht.
Um den geht es: Der Cup-Pokal mit den Schleifen in den Farben beider Teams.
Thuns Sportchef Andres Gerber (l.) und Präsident Markus Lüthi (r.) strahlen. Wie lange noch?
In Bern ist die Ruhe vorüber: die FC-Basel-Fans marschieren zum Stadion.
Schon von weitem ist der Fanmarsch der Basler zu sehen.
Thun-Fans dürfen die YB-Kurve einnehmen und stehen schon zahlreich davor an.
Das Stade de Suisse ist bereit für den Cupfinal.

Die Bilderstrecke vom Cupfinal: Lächeln, winken und jubeln für das obligate Cupsieger-Foto.

Keystone

Wie geil ist dieser Cupsieg?

Fabian Frei: Sehr, sehr geil. Als FCB-Fan oder Spieler gibt es sicher schlechtere Dinge als diesen Cup. Den nehmen wir.

Wie gross ist die Freude, dass Sie selber auch ein Tor gemacht haben?

Natürlich ist das toll. Es war ein schönes Tor und auch ein bisschen Genugtuung, weil wir zehn Monate Scheisse fressen mussten. Von solchen Toren kann man irgendwann seinen Kindern erzählen, wenn die das überhaupt hören wollen. Aber es ist mir persönlich wichtiger, dass ich die Medaille habe.

Wie haben Sie den Druck vor dem Spiel persönlich gespürt?

Den grössten Druck haben wir uns selber gemacht, weil wir unbedingt nach zwei Jahren wieder einen Titel gewinnen wollten. In so ein Spiel muss man alles reinwerfen, manchmal kommt es dann gut. Aufgrund der guten Rückrunde haben wir uns den Cupsieg aber auch verdient.

Sie wissen ja schon, wie man in Basel feiert. Für andere ist das der erste Titel. Übernehmen Sie da den Lead?

Ich habe schon jedem ein Sandwich in die Hand gedrückt. Weil es der grösste Fehler wäre, direkt mit dem Trinken anzufangen. Dann bist du, bevor du in Basel bist, schon kaputt. Das ist der einzige Rat, den ich den unerfahreneren Spielern geben kann. Aber die haben wahrscheinlich eh mehr Feier-Ausdauer als ich. Ich bin ja nicht als grosser Trinker bekannt.

Lässt dieser Titel die Saison versöhnlich ausklingen?

Der Cupsieg ist nicht versöhnlich, er ist einfach schön. Ich lasse mir diesen Titel nicht schlechtreden. Die ganze Schweiz hat mitgemacht, auch YB, und am Ende haben wir gewonnen. Fakt ist, dass wir in dieser Saison jetzt genauso viele Titel wie YB geholt haben.

Wie wichtig ist dieser Titel für die Zukunft des Vereins?

Das wird man sehen. Der Mannschaft kann es nur guttun. Wir wissen, dass wir diese grossen Spiele gewinnen können. Die Fans hatten Freude und ich hoffe, dass dieser Titel irgendwann rückblickend einen Turnaround darstellt. Aber das kann ich nicht versprechen. Ich denke jedoch, ein Titel kann nur helfen. Ob dieser Cupsieg langfristig etwas bewirkt, sehen wir dann.

Fabian Frei jubelt nach dem entscheidenden Treffer zum 2:0.

Fabian Frei jubelt nach dem entscheidenden Treffer zum 2:0.

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