FC Basel

Finanzdiskussion: Diese Grafiken zeigte Bernhard Burgener lieber nicht

Bernhard Burgener beklagte sich über angebliche "Fake News gewisser Medien". Richtigstellen wollte er diese aber nicht.

Bernhard Burgener beklagte sich über angebliche "Fake News gewisser Medien". Richtigstellen wollte er diese aber nicht.

Mit seinen Auftritten in der vergangenen Woche gab FCB-Präsident Bernhard Burgener Einblicke in den noch nicht veröffentlichen Geschäftsbericht für 2019. Doch wie so oft, beantwortete er nur, was er wollte und warf weitere Fragen auf, die nicht gestellt wurden.

Bernhard Burgener ist ein Zahlenmensch. Das wurde vergangene Woche wieder klar, als er 40 Prozent der elfminütigen Sendezeit auf «Telebasel» dafür nutzte, eine mitgebrachte Grafik zu erläutern. Diese beinhaltet bereits Zahlen aus dem noch nicht veröffentlichten Geschäftsbericht für 2019.

Diese Grafik zeigte Bernhard Burgener im Telebasel.

Diese Grafik zeigte Bernhard Burgener im Telebasel.

Wegen dem Coronavirus ist aktuell noch nicht klar, wie und in welchem Rahmen die ordentliche Generalversammlung 2020 stattfinden wird. Dadurch verschiebt sich auch die Veröffentlichung des Geschäftsberichts. Doch die Zahlen, die Burgener im Regionalfernsehen als Erfolg verkaufen will, sind wie so oft bei Zahlen und Statistiken nur ein Teil der Wahrheit.

Burgener sagt, seine Führung habe, was die Mannschaft angeht, im Vergleich zu seinen Vorgängern Wert geschaffen. Das ist allerdings nur so, weil Bernhard Heusler und Co die stillen Reserven 2016 sehr «vorsichtig geschätzt» haben. So steht es auch im Geschäftsbericht 2016 und das bestätigt auch der Vergleich mit den Marktwertschätzungen von Transfermarkt.de (siehe Grafik unten). Burgener schätzt riskanter und wohl auch realistischer. Denn tatsächlich werden Spieler mit Potenzial wie Albian Ajeti oder Noah Okafor meist für deutlich mehr Geld als ihr geschätzter Marktwert verkauft.

Zu anderen spannenden Zahlen wie den Reserven in der Holding schweigt Burgener. Er gibt lediglich zu, dass in der aktuellen Krise Geld von der Holding in die AG fliesst. Wie viele von den ursprünglich 22 Millionen noch übrig sind, ist ungewiss. Auch über kritischere Zahlen aus dem letztjährigen Geschäftsbericht ist bisher nichts bekannt. Dabei zeigt die Tendenz bei den meisten Einnahmequellen nach unten. Auch in der Vermarktung, wo eigentlich Burgeners Kernkompetenz liegt.

Und welche Auswirkungen die Coronakrise auf die FCB-Finanzen hat, wird sowieso erst in einem Jahr ersichtlich, wenn der Geschäftsbericht 2020 veröffentlicht wird.

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