Am Mittwoch beginnen im südspanischen Vejer de la Frontera die Europameisterschaften der Jungen Reiter, Junioren und Children. Weil Fiona Meier Anfang Jahr nicht optimal in die Saison startete, legte sie die Hoffnungen auf eine EM-Teilnahme vorerst aufs Eis. «Es lief mir nicht wie gewünscht und ich dachte mir, dass ich die Qualifikation auf nächstes Jahr verschieben müsste. Doch dann machte es plötzlich klick», erklärt Springreiterin Fiona Meier. Bei ihrem ersten Nationenturnier im belgischen Bonheiden Mitte Mai gelangen ihr mit der 10-jährigen Selle-Français-Stute Pleiade Heutiere zwei sehr gute Umgänge, und sie startete in Folge an zwei weiteren CSIO-Turnieren, wo sie sich mit ihren Resultaten das EM-Ticket sichern konnte.

Schnell aneinander gewöhnt

«Ich bin sehr zufrieden, denn ich reite das Pferd erst seit Dezember. Ich hätte nicht gedacht, dass wir uns so schnell aneinander gewöhnen würden. Es läuft richtig gut», freut sich die Muttenzerin. Obwohl es ihre erste EM-Teilnahme überhaupt ist, spürt sie die Aufregung noch nicht richtig. «Nervös werde ich wohl erst in Spanien werden», sagt die 17-Jährige lachend und fügt hinzu: «Es wird sicher spannend werden. Denn mit England, Deutschland und Frankreich, die sehr starke Teams stellen, ist es schon nicht einfach.»

Nebst Meier werden in Vejer de la Frontera vier weitere Schweizer Springreiter bei den Junioren am Start sein. Wer im Teamwettkampf mit dabei ist, entscheiden Equipenchef Albert Lischer sowie Nachwuchscoach Willi Melliger vor Ort. «Ich habe noch nicht so grosse Erwartungen. Aber mein Ziel ist es, am Sonntag im Einzel-Finale zu stehen», verrät die Schülerin des Freien Gymnasiums in Basel. Als letzte Vorbereitung auf den internationalen Titelkampf hat Meier Anfang Juli mit Pleiade Heutiere das Ein-Stern-CSI-Turnier im belgischen Mons bestritten. Danach hat sie die Stute nur noch ausgeritten und leicht gearbeitet, um sie für die EM zu schonen.

Trainer Rutschi fliegt auch mit

Nebst Lischer und Melliger wird auch ihr Trainer Niklaus Rutschi mitfliegen, der sie seit nunmehr drei Jahren in seinem Reitstall im luzernischen Alberswil trainiert und ihre Pferde hält.

Zwar reitet Meier Pleiade Heutiere erst seit einem halben Jahr, die Chancen stehen jedoch gut, dass es ein zweites Mal klickt und Trainer Rutschi seine Reiterin auch während des Finalumgangs unterstützen kann.