Sein Talent und sein Ehrgeiz führten den Baselbieter zu den Kadetten Schaffhausen, dem besten Handballklub der Schweiz. Das grosse Ziel des Wirtschaftsstudenten ist aber die deutsche Bundesliga, doch zunächst kommt es heute Abend (19Uhr, Rankhof) zum Duell gegen seine alten Teamkollegen.

Florian Goepfert, ist die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte überhaupt noch speziell für Sie?

Florian Goepfert: Ja, auf jeden Fall und das aus mehreren Gründen. Da wären einmal die vielen Kollegen, für die der Weg nach Schaffhausen ein weiter ist, hier in Basel aber immer dabei sind. Mit Pascal Stauber verbindet mich eine enge Freundschaft und auch auf die anderen ehemaligen Teamkollegen freue ich mich. Das Duell gegen Igor Stamenov wird sicher lustig.

Ihrer Mannschaft läuft es – zumindest national – zurzeit genauso wenig wie dem RTV. Was läuft schief?

Schwierig zu sagen aber es gab einige Wechsel und die neuen Spieler müssen sich zuerst noch richtig integrieren. Dann haben wir mit der Teilnahme an der Champions League eine Doppelbelastung, die nicht ganz einfach zu bewältigen ist. Das soll aber keine Ausrede sein, denn die Mannschaft hat viel Qualität und der Kader ist sogar ein wenig breiter als im Vorjahr. Ich bin überzeugt, dass wir wieder in die Erfolgsspur finden.

Haben Sie eigentlich Mitleid mit «Ihrem» RTV oder sagen Sie sich in der aktuellen Situation (7. Rang): Gut haben wir einen Konkurrenten weniger?

Nein, ganz sicher nicht. Natürlich leide ich mit, wenn es ihnen nicht läuft. Mir wäre es sowieso am liebsten der RTV wäre hinter uns auf Rang zwei platziert (lacht).

Dazu wird es in dieser Saison wohl nicht kommen, aber dass Florian Goepfert eines Tages in die Bundesliga wechselt, ist durchaus denkbar oder?

Es ist mein grosses Ziel mich in der besten Liga der Welt beweisen zu können. Von Hamburg oder Kiel träumt natürlich jeder junge Spieler. Ich bin aber auch Realist und weiss, dass ich für dieses Vorhaben noch hart an mir arbeiten und meine Leistung bei den Kadetten regelmässig bringen muss. Zudem bin ich mir bewusst, was ich an meinem jetzigen Arbeitgeber habe: Eine super Halle, die Stimmung im Team ist perfekt und ich kann mein Studium hier von Schaffhausen aus weiterführen. Da muss vieles passen, wenn ich mich für einen Wechsel entscheide.

Entschieden haben Sie bereits, wo Sie Ihre Karriere ausklingen lassen wollen?

Das Versprechen gilt und ich werde eines Tages zum RTV zurückkehren und auch bei den Blau Boys aus Binningen – meiner ersten Station als Junior – werde ich mich melden. Beiden Mannschaften habe ich viel zu verdanken.