FC Basel

Frohen Mutes aus der Klatsche: Sechs Erkenntnisse aus dem 1:5 gegen Saarbrücken

Bruchlandung: Valentin Stocker und Co haben gegen giftiger Saarbrücken grosse Probleme.

Bruchlandung: Valentin Stocker und Co haben gegen giftiger Saarbrücken grosse Probleme.

Der FC Basel verliert das Testspiel gegen Saarbrücken schallend und krachend mit 1:5. Trotzdem vermeldet der Verein viel Positives. Eine Übersicht über einen aus FCB-Sicht überaus ereignisreichen Freitag.

Was für ein Freitag. Erst vermeldet der FC Basel die Vertragsverlängerung von Taulant Xhaka. Dann die Verpflichtung des Aussenverteidigers Andrea Padula und dann verliert er das einzige Testspiel vor dem K-o-Spiel kommende Woche in der Europa-League-Quali gegen Osijek gleich mit 1:5. Und zwar gegen den deutschen 3.-Liga-Aufsteiger Saarbrücken. Wir haben die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.

1. Xhaka bleibt langfristig

Es geht doch. Nachdem publik wurde, dass Taulant Xhaka sich nicht mehr sicher war, seine Karriere beim FCB zu beenden, haben jetzt offenbar konstruktive Gespräche stattgefunden. Mit dem Resultat: Xhaka bleibt rotblau. Der Mittelfeldspieler hat seinen Vertrag vorzeitig um drei weitere Jahre bis Sommer 2024 – mit einer Option auf ein weiteres Jahr verlängert. Trainer Ciriaco Sforza wertet das als «Zeichen des Vereins, der weiss, was er will». Gegen Saarbrücken fehlte der am Innenband verletzte Xhaka aber noch schmerzlich.

2. Stocker schweigt

Auch der Vertrag des Captains läuft im Sommer aus. Doch bei Stocker stehen die Zeichen eher auf Abschied. Der FC Luzern hat seine Fühler ausgestreckt und den Innerschweizer am liebsten sofort in die Heimat zurückholen. Ein konkretes Angebot liegt dem FCB noch nicht vor. Aber Gespräche wurden bereits geführt. Stocker wurde gestern von der FCB-Medienabteilung geschützt und äusserte sich nicht zu seiner Zukunft.

Valentin Stocker lächelt beim Abfausten mit Trainer Ciriaco Sforza. Aus Luzern ist allerdings zu hören, dass der Captain den Verein gerne verlassen würde.

Valentin Stocker lächelt beim Abfausten mit Trainer Ciriaco Sforza. Aus Luzern ist allerdings zu hören, dass der Captain den Verein gerne verlassen würde.

3. Sforza-Spieler kommt

Mit dem 24-jährigen Italiener Andrea Padula hat der FCB gestern einen neuen Aussenverteidiger verpflichtet. Er kommt von Sforzas Ex-Verein Wil nach Basel und hat einen Vertrag bis 2023 unterschrieben. Durch den Ausfall von Raoul Petretta, der seit dem Cupfinal über Schmerzen am Fuss klagt und länger ausfallen könnte, sah Sforza auf der Position des Aussenverteidigers Bedarf. «Wir mussten schnell handeln», erklärt der Trainer.

4. Ins offene Messer gelaufen

Ein 1:5 gegen einen deutschen 3.-Ligist kann nicht der Anspruch des FCB sein. Auch wenn er mit 23 unterschiedlichen Spielern auftrat und viele Nachwuchstalente eine Chance erhielten. «Auf dem Papier ist das Resultat grob», gibt Sforza zu. Doch der neue Coach hat die Erklärung für die Klatsche gleich parat: «Wir haben unter der Woche intensiv trainiert. Mein Ziel war es heute, die Jungen zu beobachten. Sie haben gut trainiert und sollten sich auch zeigen dürfen.» Tatsächlich war das Resultat schlimmer als das Gezeigte. Der FCB hatte meist den Ball, tat sich aber mit den defensiv stehenden Deutschen sehr schwer und lief dann bei Ballverlusten Mal für Mal in Konter, die zu Toren führten.

Ciriaco Sforza hat seinem Team in der Trinkpause einiges zu sagen.

Ciriaco Sforza hat seinem Team in der Trinkpause einiges zu sagen.

5. Keine Sorge vor dem K.-o.

Am Donnerstag gilt es für den FCB ernst. Dann steht das erste Pflichtspiel der neuen Saison an. Bis dahin will Sforza seine Schlüsse ziehen und entscheiden, wen er gegen NK Osijek aufs Feld schickt. Das Ergebnis gegen Saarbrücken macht ihm keine Angst. «Wir müssen Ruhe bewahren und fokussiert bleiben», sagt Sforza. Das findet auch Fabian Frei. Er sagt: «Wir werden unsere Lehren ziehen und dann parat sein.»

6. Nikolic ist die Nummer 1

Djordje Nikolic kassierte zwar in seinen 67. Minuten Spielzeit alle fünf Gegentore. Doch ein Patzer unterlief ihm nicht. Er dürfte auch am kommenden Donnerstag den Vorzug vor dem aus Wehen neu verpflichteten Heinz Lindner erhalten.

Torhüter Djorde Nikolic musste gleich fünfmal den Ball aus dem Netz holen. Trotzdem ist er die Nummer 1.

Torhüter Djorde Nikolic musste gleich fünfmal den Ball aus dem Netz holen. Trotzdem ist er die Nummer 1.

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