Kanu

Frühlingsgefühle bei der Premiere des Wintercups am Rhein

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Zum ersten Mal gastierte der traditionsreiche Wintercup in Basel – die Athletinnen und Athleten mussten sich zwar warm einpacken, fühlten sich aber trotzdem eher wie am Frühlingscup, wie der bestklassierte Basler, Jeremias Schläfli, sagte.

Es war schon ein ungewöhnlicher Anblick, als sich am späten Samstagnachmittag eine grosse Schar Kanuten mitten in Basel auf dem Rhein versammelte. Und mit dem Massenstart der exakt 50 Teilnehmenden am Wintercup verwandelte sich der sonst friedliche Fluss schlagartig in ein Weisswasser. Unter der Schwarzwaldbrücke herrschte für einmal mehr Verkehr als oben drüber.

Nach wenig mehr als 26 Minuten überquerte der Stansstaader Martin Scheuber im Abendrot als Schnellster des zweiten Renntags die Ziellinie. Mit diesem souveränen Sieg setzt sich Scheuber auch in der Gesamtwertung an die Spitze des Wintercups. Bester Basler war Jeremias Schläfli auf dem 5. Rang. Bei den Frauen wiederholte die Bruggerin Sabine Eichenberger ihren Erfolg des ersten Renntags in Solothurn.

«Es ist nicht so kalt wie sonst», sagte Jeremias Schläfli im Ziel – mit einer Hand im Wasser. Es fühle sich gar nicht richtig wie Wintercup an. «Sonst geht da manchmal richtig die Bise und es hat Schnee. Diesmal ist es fast ein Frühlingscup.»

Wintercup als guter Test

Für ihn als Abfahrer sei es ein guter Test. «So sehe ich, wie weit ich im Ausdauertraining bin. Eigentlich ist es ja nicht meine Disziplin, aber als Mitglied der Basler Rennpaddler mache ich natürlich gerne mit an unserem Heimrennen.» Mit dem 5. Rang ist Jeremias Schläfli zufrieden. «In der kommenden Saison möchte ich gerne im Slalom Weltcuprennen fahren und in einen Halbfinal vorstossen. Meine Ziele sind die Europameisterschaften und unter die besten 40 der Welt zu kommen.»

Zum ersten Mal wurde am Samstag ein Renntag des traditionsreichen Wintercups in Basel ausgetragen. Und wenn es nach dem Organisator Reto Schläppi, Chef der Fachkommission Abfahrt geht, dann wird das Bootshaus unter der Schwarzwaldbrücke auch in den nächsten Jahren eine Station bleiben.

Die wärmende Nachmittagssonne in Basel

Richtig schön sei es gewesen, aus der Solothurner Nebelsuppe nach Basel zu kommen uns sich in der wärmenden Nachmittagssonne auf der Sandbank unter der Rhein-Promenade beim Tinguely-Museum einzurichten. «Einzig auf die Fähren muss man hier in Basel schauen», meinte Schäppi, «die legen nach Fahrplan ab und wir Kanuten müssen aufpassen, dass wir ihnen nicht in die Quere kommen.»

Weiter geht es mit dem Wintercup am 3. und 4. März in Brugg, wo je eine Sprintwertung und ein klassisches Rennen mit Massenstart den Abschluss der Rennserie bilden werden.

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