Die Volksmeinung auf dem «Buschwilerhof» war schnell gemacht. Es gibt den regelmässi­gen Matchbesucher, der den Grund der Verlustpartie im mangelnden Einsatzwillen und der fehlenden Kampfbereitschaft sieht.

Oftmals hört man generell sogar ein «die wollten ja gar nicht gewinnen». Das ist beim FCBS nicht der Fall. Das Personal von Cheftrainer Samir Tabakovic kämpfte, grätschte, rannte – und war bemüht. Und hatten gleichzeitig viel Mühe.

Es fehlte am geordneten Spielaufbau, in Strafraumnähe versuchte man vergeblich, mit dem finalen Zuspiel den Torgaranten Mickaël Rodriguez in Abschlussposition zu bringen. Gutgemeinte Aktionen blieben immer Stückwerk.

Torhüter und Abwehr erfüllten ihren Part; man könnte natürlich anfügen, dass die Gäste in der Offensive keine Offenbarung boten und selber allergrösste Mühe bekundeten, sich einigermassen im Spiel zu halten.

Eine Chance, ein Tor

Vor einer Woche hatte Zug zuhause gegen Aufsteiger Langenthal einen glücklichen 1:0-Sieg (zugleich der erste Saisonerfolg) erreicht. Und Zug-Trainer Roland Widmer gab frei­mütig zu, «einen dreckigen Sieg» errungen zu haben.

Eine Wo­che später sprach er von einem «glücklichen Erfolg», denn sein Personal hatte eine Tor­chance – und wie gegen Langenthal war Kemil Festic der Torschütze. Dass der Verlusttreff­er aber nur fallen konnte, weil vorgängig im Mittelfeld ein krasser Fehlpass – als alle Basler in der Vortwärtsbewegung waren – produziert worden war, sei auch noch er­wähnt.

Auf dem Papier haben die «Schwarz-Sterne» nun jene Equipe, die zumindest substanziell für einen «gehobenen» Mittelfeldplatz garantieren sollte.

Trainer Tabakovic hat nicht nur eine Stammelf, sondern kann auf Akteure zurückgreifen, die jederzeit für Impulse und neue Möglichkeiten im Spiel­system garantieren (sollten). Auf der Vereins-Homepage sind 26 (!) Spieler für die 1. Mannschaft auf­geführt – am Samstag ist neu Idriz Basic dazugestossen.

«Blägg» verfügt mit Torhüter Steven Oberle, Captain Riccardo Silva, Regisseur Seyfettin Kalayci und Stürmer Rodriguez über eine Achse (Gerüst), das seit Jahren die Stützen sind. Gewisse Automatismen müssten greifen. Aber das Inkonstante ist die einzige Kon­stanz in den letzten Jahren.

In einer Woche gastieren die Basler beim SC Buochs; eine Mannschaft, die zu den Besse­ren der Gruppe 2 gezählt wird. Bleibt es bei der Inkonstanz respektive der Berg-und-Tal-Fahrt, so wird der FC Black Stars mit Punkten aus der Zentralschweiz heimkehren.