1. Das Omen
Das letzte Startspiel, das der FC Basel vor der Pleite in Bern verloren hatte, war jenes der Saison 2009/2010. Gegen St. Gallen unterlag man ebenfalls 0:2. Und: Auch damals stand mit Thorsten Fink ein neuer Trainer an der Seitenlinie. Ein junger Trainer (damals 41), der wie Raphael Wicky (40), erstmals Profis trainierte. Trotz Auftaktniederlage holte der FCB damals noch den Titel.

Der erst 40-Jährige Trainer des FC Basel, Raphael Wicky, verlor sein erstes Spiel.

Der erst 40-Jährige Trainer des FC Basel, Raphael Wicky, verlor sein erstes Spiel.

2. Die Qualität
Der FC Basel hat die beste Mannschaft. Das ist unbestritten. Insbesondere in der Breite. Hinzu kommen numerisch mehr Spieler als in anderen Super-League-Teams, die internationale Klasse haben oder diese noch erreichen werden. Ruft ein jeder ab, was er drauf hat, ist der FCB national unschlagbar. Schafft dies wie gegen YB aber nur ein Bruchteil, dann reicht es ausnahmsweise nicht.

3. Die Konsequenz
Ja, YB hatte letzte Saison eine positive Bilanz gegen den FCB. Zwei Siege, ein Remis und eine Niederlage, machen 7:4 Punkte für die Berner. Meister wurde trotzdem der FCB. Weil die Basler liefern, wenn es die Berner nicht tun: gegen die schwächeren Teams. Dort hat sich der FCB 17 Punkte Vorsprung erspielt – und dort wird er die drei verlorenen wieder aufholen.

Wird der Kampf zwischen dem FCB und YB in diesem Jahr enger?

Wird der Kampf zwischen dem FCB und YB in diesem Jahr enger?

4. Die Ansprüche
Geht es um die Ansprüche, gibt es zwei Seiten: Jene, die die Fans an den Club stellen. Und jene, noch viel grösseren, welche die neue Clubführung an sich selbst hat. Man will nach acht goldenen Jahren nicht in der ersten Saison mit einer kaum veränderten Mannschaft versagen. Sondern beweisen, dass der Wechsel richtig war. Man kompetent ist. Und das Konzept funktioniert.

5. Der Trainer
Er gilt als eines der grössten Trainertalente der Schweiz. Auch, weil er für taktische Variabilität und damit einhergehenden Mut steht. Letzterer hatte ihn vergangene Woche verlassen. Das Resultat: Debüt verpatzt. Jetzt hat er eine zweite Chance. Und diese wird er sich nicht nehmen lassen. Mit Mut zur Dreierkette wird er beweisen, wieso Raphael Wicky die perfekte Lösung ist.