Es war ein grosser Stein der Erleichterung, den Alex Frei mit seinem 30-Meter-Knaller den Fans des FC Basel vom Herzen geschossen hatte. Das fulminante Freistosstor des Super-League-Topskorers vor vier Wochen im Letzigrund beendete eine Serie von vier sieglosen Spielen gegen die Grasshoppers. Doch wiederum hatte der Meister grosse Mühe gegen die abstiegsgefährdeten Zürcher. «Wir haben in Zürich individuelle Klasse gezeigt», entgegnet Thorsten Fink trotzig, räumt aber ein: «Es war wichtig für uns, dass wir sie letztes Mal geschlagen haben.»

Warum das junge Team von Ciriaco Sforza, seines früheren Teamkollegen bei Bayern München, dem FCB immer wieder spielerische Probleme bereitet, kann Fink nicht sagen. «Sie machen nichts Besonderes. Aber viele Mannschaften wachsen gegen einen Favoriten über sich hinaus», erklärt der 43-Jährige. Die grösste Stärke des Rekordmeisters kennt Fink aber schon: die Schnelligkeit. «Wir müssen die Konter schon im Keim ersticken», erklärt der Deutsche. Somit kämen die Stärken des GC-Stürmers Innocent Emeghara gar nicht erst zum Tragen.

Xherdan Shaqiri muss noch warten

Einem Heimerfolg des FCB steht zumindest in personeller Hinsicht nichts im Weg. Xherdan Shaqiri ist der Einzige, der morgen noch nicht zur Verfügung steht. «Wir müssen nächste Woche schauen, ob er am Samstag gegen die Young Boys wieder spielen kann», meint Fink. Marco Strellers Adduktoren-Probleme hingegen haben sich verflüchtigt. «Ein schönes Tor beflügelt die Adduktoren», sagt Fink schmunzelnd.

Gegenüber dem 3:3 in Bern wird es keine grossen Veränderungen in der Aufstellung geben. Benjamin Huggel wird wohl in die Startformation zurückkehren, was dem Mittelfeld mehr Stabilität bringen wird. Trotz der drei Gegentore gegen YB ist Fink sehr zufrieden mit der Defensivleistung seiner Spieler. «Die Stürmer arbeiten sehr gut gegen hinten. Wir müssen nur bei den Standardsituationen noch etwas konsequenter agieren», so der Deutsche.

Das dritte Quartal der Meisterschaft haben die Bebbi ungeschlagen beendet. Dies möchte Fink am liebsten bis zum Ende der Saison durchziehen: «Wir wollen eine neue Serie starten.» Er meint die Siegesserie, die durch das Unentschieden in Bern gestoppt wurde und nicht die Serie der Sieglosigkeit gegen die Grasshoppers.