Basketball

Für die Starwings naht gegen die «Löwen» das Saisonende

Reto Schwaiger wechselt auf nächste Saison hin zu Vacallo. Sein Einsatz gegen Genf ist fraglich.KEYSTONE

Reto Schwaiger wechselt auf nächste Saison hin zu Vacallo. Sein Einsatz gegen Genf ist fraglich.KEYSTONE

Heute (19.30 Uhr; Sporthalle Birsfelden) gastieren Les Lions de Genève bei den Starwings. An der Ausgangslage hat sich nichts verändert. Die Gäste haben die Vorteile in der Serie. Die Starwings halten mit viel Wille und grossem Kampfgeist dagegen.

Dass die neu formierte Genfer Equipe, ein Fusionsprodukt aus den Geneva Devils und Meyrin/Grand-Saconnex, mit zwei Erfolgen ins Unterbaselbiet reist, ist beileibe keine Überraschung.

Viel überraschender war, dass Les Lions in ihren beiden Heimpartien etwas Glück, und teilweise gutgesinnte Schiedsrichterentscheide, benötigten, um jeweils die Partien knapp mit 74:71 und 70:67 für sich zu entscheiden, wobei jeweils in beiden Duellen die Entscheidung in den Endsekunden, sozusagen mit dem letzten Ball, fiel.

Wille, Kampfgeist und kluges Spiel

An der Ausgangslage hat sich nichts verändert. Vielmehr werden die Gäste heute Abend auf ihren senegalesischen Center Babacar Touré – der einst im Sommer 2009 bei den Starwings im Sommertraining gewesen war – zählen können. Damit werden die Vorteile unter den Brettern noch mehr zugunsten der «Löwen» verschoben, die sich auf eine reine ausländische Profi-Equipe abstützen.

Die Antwort der Starwings ist viel Wille, grosser Kampfgeist und «kluges Spielen mit wenig Ballverlusten», wie Cheftrainer Danijel Eric im Vorfeld dieser Serie erklärt hatte. Und obwohl die Schlussresultate zuletzt für Genf sprachen, waren die Baselbieter Feierabendprofis jeweils die moralischen Sieger.

Die Erfahrungen in den letzten Jahren haben gezeigt, dass im Laufe einer Playoff-Serie die Substanz, die Breite der Bank und die Einwechselmöglichkeiten – mit der Chance, die Spielintensität hochzuhalten – entscheidend waren. Alles Faktoren, die ohne Wenn und Aber für die Gäste sprechen.

Ein Trio sagt addio

Bei den Starwings ist der Einsatz von Nationalspieler Reto Schwaiger fraglich. Der Münchensteiner, der im Januar vom BC Boncourt zu den Starwings zurückkehrte, beklagt sich über Rückenschmerzen und machte die beiden (weiten) Reisen in die Calvin-Stadt nicht mit. Sollte er heute, wider Erwarten, auflaufen können, so wird es zugleich auch sein Abschiedsspiel. Denn der Flügelspieler wird die nächste Saison bei der SAV Vacallo spielen. Auch Miroslav Petkovic verlässt den einzigen Deutschschweizer Nationalliga-A-Verein, um in Vacallo seinen Traum eines reinen Basketball-Profis weiterleben zu können. Und weil aller guten Dinge drei sind, hat sich Vacallo auch gleich Roman Albrecht geschnappt. Der 211 Zentimeter grosse Center aus dem Aargau hofft, im südlichsten Zipfel der Schweiz endlich den Durchbruch zu schaffen, obwohl die Chiassesi die Lizenz noch nicht erhalten haben.

Dass diese Abgänge, vor allem jener von Schwaiger, den Starwings-Verantwortlichen Sorge machen und auf den falschen Fuss erwischt haben, ist in der Basket-Szene kein Geheimnis. Andererseits beweisen Les Lions de Genève, dass im Schweizer Basketball die Musik nur von ausländischen Profis gespielt wird. In beiden Partien punktete jeweils nur das Stammquintett mit Akteuren aus Frankreich, Nigeria, Senegal und den USA. An Albrecht, Petkovic und Schwaiger liegt es, dies heute Abend – wohl zum letzten Male – zu widerlegen.

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