Auszeichnungen für das Lebenswerk erhalten Normalsterbliche in aller Regel, wenn es Richtung Lebensabend geht. Doch was ist beim Tennis-Maestro aus dem Baselbiet schon normal? Im zarten Alter von 33 Jahren ist Federer eine lebende Legende. Die Liste der Titel und Rekorde, die ihm fehlen, ist deutlich kürzer als die Liste der Titel und Rekorde, die er sein Eigen nennen darf. 

17 Grand-Slam-Titel, Olympia-Gold im Doppel, 302 Wochen als Weltnummer 1 und nun also auch Davis-Cup-Sieger mit der Schweiz. Nach einem problembehafteten 2013 meldete sich King Roger 2014 eindrücklich zurück, stand in elf ATP-Finals. Dabei war er von vielen Kritikern schon in den Vorruhestand geschrieben worden. So einen wie Federer hat die Schweiz – ja hat die Welt – noch nicht gesehen. Bester Stoff für ein mehrteiliges Heldenepos.