Am kommenden Wochenende gastiert der Ruder-Weltcup auf dem Rotsee. Eine tolle Chance also für die besten Schweizer, sich mit der internationalen Konkurrenz zu messen. Nicht so für die frisch gekürte Schweizer Meisterin im Skiff, Nora Fiechter. «Der Verband unterstützt dieses Jahr bei den Frauen nur das Projekt des Vierers. Deshalb war schon Anfang Jahr klar, dass ich nicht dabei sein würde», sagt die Rudererin des RC Blauweiss Basel zu ihrem unfreiwilligen Saisonende.

Dabei hat sie mit der erfolgreichen Verteidigung ihres Schweizer Meistertitels am vergangenen Wochenende ebenfalls auf dem Rotsee ihre internationalen Topresultate von Amsterdam (5.) und Essen (1.) eindrücklich bestätigt. «Das war wirklich ein sehr hartes, aber gutes Rennen», sagt Fiechter über ihren hauchdünnen Sieg vor Pamela Weisshaupt, «Ich war von Anfang an eine Bootslänge vor ihr und hatte das Rennen unter Kontrolle.»

Nicht unter Kontrolle hat die Baslerin ihr grosses Ziel: Olympia 2012 in London. Weil Fiechter Ende 2010 aus dem Vierer ausgestiegen ist, ist ihre Teilnahme mehr als fraglich. Im Skiff darf sie weder im Weltcup starten noch an der WM, an der die meisten Quotenplätze für London vergeben werden. «Vielleicht gibt es im Frühling im Zweier noch eine Chance. Im Moment kann ich wenig selbst entscheiden», meint Fiechter. Deshalb bleibt ihr nichts weiter, als in Basel weiter hart zu trainieren – und erst einmal den Sommer zu geniessen. (ker)