«D Räppli» fliegen durch die Luft, der Waggis treibt Schabernack, die Cliquen spielen unermüdlich ihre Märsche und die Schnitzelbänke sorgen in den Beizen für grosse Unterhaltung. Die Fasnacht ist in vollem Gang und es herrscht eine ausgelassene Stimmung. Nicht ausgelassen, aber vorfreudig beschreibt Torhüter Pascal Stauber die Stimmung in der Mannschaft. Die Basler Handballer müssen bei St.Otmar St.Gallen unbedingt gewinnen. Den Ostschweizern hingegen genügt ein Unentschieden. «Für solche Spiele schuftet man als Sportler tagtäglich», meint Stauber und setzt gleich noch hinzu: «Es wird ein geiles Spiel!»

Die Suppe versalzen

Im Vergleich zur misslungenen Hauptprobe gegen Bern Muri (23:30) müssen sich die Realturner aber zünftig steigern. Die Mannschaft wirkte gehemmt und setzte kaum Akzente. Um sehr viel geht es heute Abend, ja, um etwas, was laut Stauber nicht jeder in der Teppichetage der Swiss Handball League den Baslern wünscht. Die Finalrundenteilnahme. Der RTV, als Team mit dem zweitkleinsten Budget der Liga, würde einige Konkurrenten, die finanziell auf stabileren Beinen stehen, die Suppe versalzen. Dies wiederum wird offenbar skeptisch beobachtet. Nichtsdestotrotz werden die Basler alles daran setzen, die Partie gegen die St.Galler zu gewinnen. «Unser Gegner hat mehr Druck. Sie müssen, wir dürfen gewinnen», dämpft Stauber die Erwartungen. «Hoffen darf man natürlich immer», fügt er gleich noch an.

Basler sind gewarnt

Mit dem erfahrenen Spielertrainer Jan Filip und dem Liga-Topskorer Raphael Liniger verfügen die St.Galler über Spieler, die jedem Team in der Schweiz gefährlich werden können. Die Basler sind also gewarnt. Es wird eine geschlossene Mannschaftsleistung brauchen, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive, welche zuletzt zu wenig aggressiv agierte. Für Hochspannung ist gesorgt.

Einen Wermutstropfen im Hinblick auf das grosse Finalspiel gibt es aber. Aufgrund eines Terminengpasses und der Regel, dass das letzte Qualifikationsspiel überall zeitgleich angepfiffen wird, entschied die Liga, dieses am heutigen Dienstag auszutragen. Kein Wochentag für volle Hallen. Und für viele Spieler, die wochentags noch arbeiten müssen, ist die Anreise ans Auswärtsspiel alles andere als optimal.