Handball
Für die Kleinbasler Handballer folgt auf den Sieg der Abstieg

Die Kleinbasler beenden eine verkorkste 1.-Liga-Saison mit einer guten Leistung und einem Sieg gegen Liestal. Sie streben kommende Spielzeit den direkten sofortigen Wiederaufstieg an

Yannick Sprecher
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Handball: Kleinbasel schlägt Liestal
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Dominik Lüscher sucht die Lücke zwischen Tomislav Delinac und Urs Duthaler (Nr 6)
Liestlas Damian Breitenstein versucht es mit einem Weitwurf
Kleinbasels Lorenz Hofer prüft Torwart Michael Schäfer
Kleinbasels Urs Duthaler schliesst einen schnellen Gegenangriff ab

Handball: Kleinbasel schlägt Liestal

«Das war ein schöner Abschluss einer sehr durchzogenen Saison», sagt Trainer Lukas Baumgartner nach dem Sieg seiner Kleinbasler gegen Vikings Liestal. Anders als in den meisten Spielen dieser Saison trat die Mannschaft souverän auf, übernahm schon früh die Führung und gab sie auch nicht mehr aus der Hand. Während es zur Halbzeit mit 14:11 noch relativ ausgeglichen war, drehten die Stadtbasler im zweiten Durchgang auf und bauten die Führung auf 21:13 aus – die Vorentscheidung.
Am Ende hiess es 32:24, die Revanche für das 27:33 in der Hinrunde war geglückt.

Unschöne Hinrunde

In der Saison 2010/11 hatten die Basler beide Derbys für sich entscheiden können, heuer lief vieles nicht so wie noch vor einem Jahr. Die Meisterschaft begann katastrophal: «Wir hatten extrem viele Verletzte und sonstige Absenzen zu Beginn der Saison», erklärt der Trainer. «Ohne zahlreiche Aushilfsspieler von der zweiten Mannschaft hätten wir meist gar nicht erst antreten können.» Entsprechend kärglich fielen die Resultate aus. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung in der Rückrunde liest sich die Saisonbilanz ernüchternd: 3 Siege stehen 17 Niederlagen gegenüber. Der Abstieg ist die logische Konsequenz.

«Obwohl es das gleiche Team ist, konnten wir die Euphorie des letzten Jahres nicht aufrechterhalten.» Der Trainer kann sich den «mentalen Taucher» nur schwer erklären. «Wir sind von der Seele her ein Zweitliga-Team», versucht er es, und führt aus: «Wir haben nur zwei Trainings pro Woche» Das Wichtigste sei nun, die Freude am Handballspielen wieder zu finden und die wichtige Harmonie im Team erneut herzustellen. In der 2. Liga wollen die Basler eine Favoritenrolle einnehmen, sie peilen den direkten Wiederaufstieg an. «Im Moment sind wir etwas zu gut für die zweite Liga, aber etwas zu schwach für die erste – jetzt müssen wir eine Entscheidung treffen.»