2. Liga interregional
Für Schlusslicht Therwil gab es gegen Allschwil nichts zu holen

Allschwil gewinnt in der 2. Liga interregional das Derby gegen Schlusslicht Therwil diskussionslos mit 5:2 und konsolidiert sich auf dem sechsten Tabellenrang.

Georges Küng
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Allschwils Eljimi Shashivari (r.) erzielt ein Doppelpack gegen Therwil mit Jimmy Hochstrasser (l.).
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Allschwil gewinnt das Derby gegen Therwil mit 5:2
Therwils Nr. 6 Stefan Jeltsch (re) gegen Allschwils Nr. 23 Eljmi Shashivari.
Zweikampf zwischen Therwils Nr. 13 Adrian Kunz (li) und Allschwils Nr. 7 Joel Grillon (re).
Therwils Nr. 8 Raphael Mueller (li) gegen Allschwils Nr. 21 Drazen Cosic (re).

Allschwils Eljimi Shashivari (r.) erzielt ein Doppelpack gegen Therwil mit Jimmy Hochstrasser (l.).

Kenneth Nars

Dominik Müller (31) ist nicht nur seit der Winterpause Co-Trainer des Schlusslichtes Therwil, sondern war einst ein gefürchteter Goalgetter und bz-Trophy-Gewinner. Und der Leimentaler weiss, dass «im Fussball vieles, ja fast alles möglich ist». Dies ist die präventive Antwort auf die Standardfrage, ob denn Therwil überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt habe. «Solange mathematisch die Möglichkeit besteht, können und werden wir hoffen», so Müller.

Der Vergleich gegen ein spielstärkeres, individuell schlicht besser besetztes Allschwil nährte die Hoffnung auf die «mission impossible» (Ligaerhalt) nicht. In der Anfangsphase hätte der Gastgeber mehr als nur ein Tor durch Eljmi Shashivari erzielen müssen. Egal ob über die Flanken oder das Zentrum, Allschwil kam mit einer Leichtigkeit zu Abschlüssen, welche der Therwiler Defensive kein gutes Zeugnis ausstellten. Bereits vor drei Tagen hatte Therwil im Schweizer Cup in Laufen mit 4:6 nach Verlängerung verloren und war primär der Defensivschwächen wegen gescheitert.

«Schade, dass nach dem Anschlusstor sofort wieder ein Gegentreffer fiel. Wer weiss, wenn...», so Co-Trainer Müller, der sich in der Endphase einwechselte, und in der Nachspielzeit den ersten und einzigen Gäste-Corner trat. Aber auch er weiss, dass der Konjunktiv im Fussball kein guter Wegbegleiter ist. Sicher, mit Fortdauer der Partie glich sich das Geschehen aus, der FC Therwil war optisch nicht inferior und hatte wohl in etwa den gleichen Ballbesitz-Anteil. Doch seinen Aktionen fehlten die Überzeugung und die Präzision.

Positive Impulse durch Siege

Allschwil-Trainer Sinisa Pavkovic darf mit dem Rückrunden-Auftakt zufrieden sein. Zwei Spiele, sechs Punkte. «Unser Sieg ist verdient. Nicht ganz zufrieden bin ich mit der Chancenauswertung. Und auch in der Abwehr hatten wir einige Aussetzer, die sich gegen einen stärkeren Widersacher rächen könnten», meinte Pavkovic. Allschwil, das stets den 12. Rang (dritter Relegationsplatz) in der Vorrunde im Auge hatte, hat sich auf Platz 6 vorgekämpft und verfügt über genug Substanz, um diese Rangierung zu halten. Denn in Allschwiler Reihen hat es Fussballer (Ermir Amiti, Shashivari, Fidel Tato), die vor kurzem noch in der 1. Liga (beim SV Muttenz) spielten. Der FC Therwil hingegen bleibt seiner – gesunden – Vereinsphilosophie treu, weder Gehälter noch «versteckte» Spesen zu zahlen. Mit der Konsequenz, dass die interregionale 2. Liga für die meisten Akteure halt doch eine Spielklasse zu hoch ist. Auch wenn die Gelb-Schwarzen in den Partien gegen Laufen, Wacker Grenchen und Colombier hoffen, mit «Dreiern» dem Abstiegskampf neue Impulse zu verleihen. Die Hoffnung ist vorhanden, alleine der Glaube fehlt den meisten Betrachtern.