Regionalfussball

Gefestigte Basler Junioren, schnell lernende Muttenzer: Doppelsieg für die FC Basel U21 und den SV Muttenz

Verlässlicher Torgarant: Manuel Alessio (M.) trifft gegen Zug 94 gleich doppelt.

Die Teams aus der Region feiern zwei Siege: Die FC Basel U21 gewinnt in der Promotion League gegen Breitenrain mit 3:1 (1:1) und in der 1. Liga setzt sich der SV Muttenz gar noch deutlicher in Zug mit 3:0 (1:0) durch.

Wegen der 1. Runde im Schweizer Cup wurden am Wochenende in der Promotion League nur zwei Partien ausgetragen, darunter das Duell zwischen dem FC Basel U21 und dem FC Breitenrain. Dabei durften die Rotblauen mit 3:1 den ersten Vollerfolg der Saison feiern. «Wir konnten an die gute Leistung gegen YF Juventus (1:1, die Red.) anknüpfen und haben verdient gewonnen», konstatierte Trainer Arjan Peço.

Die Basler waren von Beginn weg die bessere Equipe, doch weder Dejan Zunic (11.), noch Landrit Ejupi (17.) oder Daniele Spataro (18.) konnten ihre Chancen nutzen. Stattdessen hiess es nach 20 Minuten 0:1, weil Artian Kastrati einen Freistoss von Fabian Stoller am vorderen Pfosten eingenickt hatte.

Das Heimteam liess sich vom Gegentreffer allerdings nicht nervös machen, was den Trainer nicht überraschte. «Die 2000er-Jahrgänge spielen schon lange zusammen, sind als Mannschaft gefestigt und profitieren von den Erfahrungen, die sie letzte Saison auf  diesem Niveau sammeln konnten.»

Comeback in der Torschützenliste

Schliesslich war es Elis Isufi, der in der 29. Minute nach einem Ejupi-Corner am höchsten stieg und ausglich. Der FCB-Abwehrchef hätte vier Zeigerumdrehungen später beinahe seinen zweiten Kopfballtreffer erzielt, doch Verteidiger Nicola Nilovic war für seinen geschlagenen Keeper Lars Schädeli zur Stelle.

Ab der 44. Minute durften die Rotblauen in Überzahl spielen, weil Gentian Demolli Edon Zhegrova per Blutgrätsche gestoppt hatte. Nach dem Seitenwechsel machten zwei Einwechselspieler dann den Dreier perfekt: Nicola Suter zögerte allein vor Schädeli eigentlich zu lange, schob den Ball aber doch noch am Keeper vorbei (65.).

Suter lieferte mit einer tollen Flanke auch den Assist für das Kopfballtor Daniele Vescos zum 3:1 (69.). Es war gleichzeitig der emotionale Höhepunkt der Partie, denn der Stürmer war wegen eines Kreuzbandrisses monatelang ausser Gefecht gewesen und gab ein sehenswertes Comeback in der Torschützenliste. «Das war kein Kopfball von Vesco – das war ein Schuss», lobte Trainer Peço.

SV Muttenz

Viel Lob heimste auch der SV Muttenz für seinen Auftritt bei Zug 94 ein. Der 1.-Liga-Aufsteiger scheint schnell zu lernen und ist offenbar endgültig in der höheren Spielklasse angekommen. Die spielstarken Rotschwarzen überzeugten in der Zentralschweiz durch eine gute Organisation sowie unbändigen Siegeswillen und verdienten sich die drei Punkte.

Nachdem das Team von Peter Schädler die erste Druckphase des Heimteams unbeschadet überstand, erzielte Manuel Alessio nach Vorarbeit von Srdan Sudar mit der ersten Chance die Gästeführung (14.). Die Vergleich zur Vorwoche auf fünf Positionen veränderten Muttenzer kontrollieren fortan die Begegnung und konnten sich bei den wenigen gefährlichen Zuger Offensivaktionen auf ihren tadellosen Goalie Valentino Reist verlassen.

Die Vorentscheidung fiel nach 73. Minuten: Abwehrboss Marc Tanner wagte einen energischen Vorstoss ins Mittelfeld, lancierte mit einem Pass durchs Zentrum Alessio, der den Ball cool an Mario Pastore vorbeischob. Der Torwart der Zuger geriet in der Nachspielzeit noch ins Zentrum des Geschehens: Er konnte einen Schuss Luca Brunners nicht festhalten und touchierte im Nachfassen den nachsetzenden Sudar, der zu Boden ging.

Der sehr strenge Penaltypfiff brachte Pastore in Rage und er langte dem Gefoulten nach einem Wortgefecht ins Gesicht, worauf er von Schiedsrichter Bojan Jerkic des Feldes verwiesen wurde. Weil das Heimteam bereits viermal gewechselt hatte, musste Stürmer Daniel Babic ins Tor, konnte aber Sudars 0:3 vom Elfmeterpunkt nicht verhindern. 

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