Handball
Gefühlter Sieg für die Baslerinnen gegen ein absolutes Topteam

Basel Regio unterliegt dem Spitzenteam Brühl in der Finalrunde der SPL mit 29:30. Fast wäre die starke Leistung mit einem Punktgewinn belohnt worden.

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Basels Eliane Estermann trifft sieben Mal.

Basels Eliane Estermann trifft sieben Mal.

Am Ende eines mit Spannung kaum zu übertreffenden Spiels waren sich alle einig. Die SG Basel Regio hat dieses Spiel, obwohl das Resultat negativ ausgefallen ist, gewonnen. Aber eins nach dem anderen.

Vor dem Spiel war eigentlich allen Beteiligten klar, dass an diesem Samstagabend in der Rankhofhalle, und gegen den Seriensieger und Playoff-Aspiranten LC Brühl St. Gallen, eine Niederlage mit weniger als zehn Toren Differenz bereits als Erfolg auf Basler Seite gewertet werden dürfte.

Mussten doch die Baslerinnen immer noch auf diverse verletzte und abwesende Spielerinnen verzichten. Zumindest konnte Aline Mathys wieder mittun, die nach einer Verletzung, die sie sich in der Nationalmannschaft geholt hatte, wieder einsatzfähig war.

Obwohl es auf Basler Seite in der Meisterschaft nicht mehr um all zu viel geht, hat man sich vor diesem Spiel akribisch vorbereitet. Eine harte Trainingswoche und sogar ein Training am Samstagmorgen vor dem Spiel mit anschliessendem Videostudium sollten sich auszahlen.

Von Beginn weg zeigten die jungen Baslerinnen phasenweise hochstehenden Handball. Die St. Gallerinnen konnten dem Basler Feuerwerk zu Beginn nur wenig entgegen setzen. So verwunderte es dann kaum jemanden, als die Trainerin von Brühl schon früh ihr erstes Time-out bezog.

Das reichte zwar aus, um ein wenig besser ins Spiel zu finden, aber noch lange nicht, um die Baslerinnen zu distanzieren. Das Spiel der St. Gallerinnen wurde nicht unbedingt besser, aber die Baslerinnen vermochten ihr Anfangstempo nicht ganz bis zur Pause durchzuhalten und mussten dann doch mit zwei Minustoren den Gang in die Halbzeitpause antreten.

Dort erinnerte man sie nochmals an die gesetzten Ziele und die Vorgaben für dieses Spiel. Alles konnte schlussendlich im zweiten Durchgang nicht ganz umgesetzt werden, aber einiges davon führte immer wieder zum Erfolg. So vermochten die Baslerinnen bis zum Schluss mit dem hohen Favoriten mitzuhalten.

Eigentlich wäre sogar ein Sieg verdient gewesen. Die Gastgeberinnen zeigten über die ganze Spielzeit eine tolle Leistung und liessen sich auch durch ein paar strittige Entscheide der insgesamt gut leitenden Unparteiischen nicht aus dem Konzept bringen.

Wenn man am Ende mit einem Tor verliert, hat das auch immer mit ein wenig Pech zu tun. Trotz der knappen Niederlage überwog nach dem Spiel aber die Freude über die tolle Leistung. Von allen Seiten her wurden die Basler Spielerinnen mit viel Lob überhäuft. So fühlte man sich auf Basler Seite wohl eher als Sieger, trotz der knappen Niederlage.