Judo

Geglückter Start in der neuen Gewichtsklasse für Evelyne Tschopp

Evelyne Tschopp (in blau) wirft die Japanerin Nagano.

Evelyne Tschopp (in blau) wirft die Japanerin Nagano.

Zu Beginn dieses Jahres entschloss sich die Muttenzer Judokämpferin Tschopp zu einem Gewichtsklassenwechsel. Am einzigen Schweizer Europacup-Turnier ‚Swiss Open’ in Uster bestritt sie ihren ersten Wettkampf in der tieferen Kategorie bis 52 kg.

Bereits in der ersten Runde traf sie auf die Japanerin Nanami Nagano. Tschopp konnte ihren Kraftvorteil aus der Klasse bis 57 kg nutzen und die Asiatin mit einem wunderschönen Ura-Nage kontern und damit den Kampf vorzeitig beenden. In der zweiten Runde kämpfte sie gegen die Britin Julia Scardone, die sie ebenfalls mit einem Ippon (Vollpunkt) besiegen konnte.

Im Halbfinale hiess die Gegnerin Nica Antonis aus Belgien. Auch ihr erging es nicht besser und Tschopp erreichte damit mit dem Punktemaximum von 30 den Final. Erstmals war der Turniersieg in einem Europacup in Reichweite gerückt. Im Finale in der vollen Halle und mit dem einheimischem Publikum im Rücken hätte es der grosse Triumph werden können. Gegen die Finalgegnerin, die Deutsche Verena Thumm, geriet Tschopp in einen Festhalter, aus dem sie sich aber befreien konnte. Im weiteren Kampfverlauf gelang Thumm ein guter Wurf. Evelyne Tschopp konnte sich im letzten Moment noch drehen und einer Wertung entgehen.

Schliesslich setzte sich dann aber die Deutsche Kämpferin durch und holte mit dem entscheidenden Fusswurf zum Ipponsieg über die Schweizerin den Turniersieg. Mit der Silbermedaille beim ersten Kampf bis 52 kg darf Tschopp aber zufrieden sein, sie hat auf die Erfolgsstrasse zurückgefunden und Selbstvertrauen getankt für die kommenden grossen Wettkämpfe, nämlich dem African Open (Weltcup) in Casablanca und dem Grand Prix in Samsun (Türkei).

Obwohl in der neuen Kategorie die bisher erreichten Punkte im Weltcup nicht mehr zählen, glaubt Tschopp an ihre Chance für die Olympischen Spiele in Rio im nächsten Jahr. Mit guten Resultaten in diesem und vor allem im nächsten Jahr kann sie die nötige Punktzahl durchaus noch erreichen. 

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