Volleyball

Gelterkinden setzt sich im Derby gegen Allschwil durch

Gelterkindens Curdin Albertini (l.) erzielt mit einem Smash einen Punkt.

Gelterkindens Curdin Albertini (l.) erzielt mit einem Smash einen Punkt.

Die Allschwiler verlieren das 1.-Liga-Heimspiel gegen den Favoriten und Kantonsrivalen aus Gelterkinden in 1:3-Sätzen. Trotzdem ziehen beide Teams ein positives Fazit nach dem bisherigen Saisonverlauf.

«Der Favorit hat sich am Ende durchgesetzt», lautete Stefan Langs Fazit zur 1:3-Heimniederlage im 1.-Liga-Derby zwischen dem VBC Allschwil und VBC Gelterkinden. Dass er das Gesicht ein wenig verzog, als er diesen Satz sagte, hatte seinen Gründe. Zum einen war Lang als Allschwiler Spielertrainer auf der Verliererseite, zum anderen erachtete er die Pleite nicht als zwingend: «Gelterkinden hatte in jedem Satz seine Schwächephasen. Doch wir haben in diesen Momenten nicht immer auf unserem besten Niveau gespielt, um davon zu profitieren.»

Enge Sätze

Immerhin bekamen die 30 Zuschauer in der Muesmatthalle ein interessantes, spannendes Derby zu sehen. Nachdem die Oberbaselbieter den ersten Durchgang klar mit 25:18 gewonnen hatten, wurde es in den nächsten drei Sätzen deutlich enger. Dabei geriet Gelterkinden gegen Ende jeweils ins Zittern. Die nie aufsteckenden Allschwiler schafften aber lediglich im dritten Abschnitt mit 25:23 den Turnaround, die Sätze zwei und vier gingen mit dem gleichen Skore verloren.

Zufriedener Gästetrainer

Gästetrainer Matteo Villani waren die wiederholten Schwankungen in der Performance seiner Equipe nicht entgangen, Kritik mochte er aber keine üben: «Natürlich kann man überzeugender spielen und mit 3:0 gewinnen. Doch wir sind wegen drei Punkten nach Allschwil gekommen – und die haben wir geholt.»

Beide Mannschaften waren nicht gut in die Saison gestartet, haben mittlerweile aber in die Spur gefunden. Der Aufsteiger hat sich ein kleines Polster gegen hinten erarbeitet, wohin sich der Blick beim Tabellensiebten auch weiterhin richtet. «Es ist wichtig, Obwalden, Seetal und Wyna in Schach zu halten», sagt Stefan Lang und misst den Direktbegegnungen gegen die Abstiegskandidaten besondere Wichtigkeit bei. «Denn was nützen uns Punkte gegen Spitzenteams, wenn wir in diesen Duellen versagen?» Mit der Zwischenbilanz ist Allschwils Spielertrainer aber «sehr zufrieden».

Gelterkinder Cup-Träume

Vor allem der Allschwiler Sieg über Baden war auch in Gelterkinden mit Freude zur Kenntnis genommen worden, wo man nach dem schwachen Start den ersten Platz abgeschrieben hat. «Buochs ist weg, doch Baden können wir noch einholen», ist Villani überzeugt und wähnt sein Team nach dem dritten Vollerfolg en suite auf dem richtigen Weg. Dass man im Oberbaselbiet das Zeug zum Aufstieg hat, zeigte der VBC Gelterkinden im Cup, wo er die NLB-Teams von Servette (3:2) und Kreuzlingen (3:1) eliminiert hat. Jetzt fiebert man dem Sonntag entgegen, wenn Züri Unterland anreist. «Was gibt es Schöneres, als ein Achtelfinale gegen einen NLA-Verein zu bestreiten?», stellt der Trainer eine Frage, die nicht wirklich eine ist.

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