Regionalfussball

Genug Gründe für kritische Trainerworte: Niederlage für die FCB-U21, Unentschieden für die Black Stars, Sieg für Muttenz

«Wir machen im Moment die Tore nicht», bedauert FCB-U21-Trainer Arjan Peço.

Während der FC Basel in der Promotion League trotz guter Performance das U21-Duell in Sion 0:1 verliert, holen die Black Stars ein 2:2 gegen Breitenrain. In der 1. Liga siegt Muttenz derweil mit 3:1 beim Luzerner Nachwuchs.

Am Ende wäre ein Remis verdient gewesen, denn in der zweiten Halbzeit dieses Promotion-League-Duells hatte die U21 des FC Basel den besseren Eindruck als die Altersgenossen des FC Sion gemacht. Chancen hatten sich die Gäste im Tourbillon zwar nicht im Überfluss erspielt, doch sie waren vorhanden. «Leider machen wir im Moment die Tore nicht, das ist unser grosses Problem», so Trainer Arjan Peço.

Der 1:0-Sieg der Sittener war aber aufgrund der ersten 45 Minuten nicht gestohlen. Denn abgesehen von zwei gefährlichen Abschlüssen Tician Tushis (18., 30.) brachten die in Weiss gekleideten Rotblauen nicht viel zustande. «Wir haben die erste Halbzeit komplett verpasst! Uns fehlten der Zugriff und die klaren Aktionen – unsere Entscheidungen waren meistens falsch», lautete Peços Mängelliste.

Der einzige Treffer fiel in der 13. Minute: Nachdem FCB-Goalie Jozef Pukaj stark gegen Nasser Daoudou pariert hatte, brachten die Gäste den Ball nicht richtig weg, verloren das nächste Duell an der Eckfahne und waren dann im Fünf-Meter-Raum nicht eng genug bei Torschütze Frederico Da Costa. «Das war schlecht verteidigt», ärgerte sich Peço.

Black Stars: Nicht nach dem Geschmack des Trainers

Mit Kritik sparte auch Samir Tabakovic nicht. Zwar hatte er keine Niederlage zu analysieren, doch der Auftritt beim 2:2 gegen den FC Breitenrain war gar nicht nach dem Geschmack des Trainers des FC Black Stars gewesen. «Wir waren schwach, hatten kein Tempo und keinerlei Rhythmuswechsel! Wir können froh sein, dass wir nicht verloren haben.»

Eine Heimniederlage der Sterne wäre allerdings nicht zwingend gewesen, denn auch der Berner Quartierklub hatte kaum Chancen und war fast so effizient wie die Black Stars, die ihre einzige Möglichkeit nutzten. Deny Gomes war in der 38. Minute nach einem langen Ball enteilt und hatte das 1:0 besorgt.

Der Topskorer hatte neun Minuten vor dem Ende auch Anteil am 2:2-Ausgleich: Der Stürmer liess am linken Flügel seinen Gegenspieler stehen, tankte sich zur Grundlinie durch und bediente im Rückraum Artan Shillova, welcher die Aktion aus zehn Metern zu Ende brachte. Lichtblicke wie dieser vermochte den Trainer aber nicht milde zu stimmen. «Ich weiss nicht, ob es an der kollektiven Selbstzufriedenheit liegt, aber heute waren nicht ein oder zwei Spieler, sondern praktisch alle nicht auf ihrem Niveau. Das darf nicht mehr passieren.»

Muttenz: Befreiungsschlag wird zur Idealvorlage

Auch Muttenz zeigte bei seinem Gastspiel in Luzern nicht sein bestes Spiel. Der Aufsteiger bekundete in der ersten halben Stunde dieses 1.-Liga-Duells grosse Mühe mit der U21-Equipe des Super-Ligisten, dem durch Salah Binous das 1:0 gelang (4.). Der Torschütze hatte in dieser Phase noch Gelegenheit, das Skore auszubauen. Die Baselbieter kamen erst in der 36. Minute zu ihrer ersten guten Offensivaktion, Manuel Alessio scheiterte nach Vorarbeit von Manuel Jenny an Goalie Serif Berbic.

Wenig später nutzte der Goalgetter aber seine zweite Chance (40.) und lancierte kurz darauf ideal Sturmpartner Srdan Sudar, der nur mit einem Foul im Strafraum gestoppt werden konnte. Captain Marc Tanner verwandelte den Penalty sicher (42.) und bescherte den Gästen die Pausenführung.

Nach dem Seitenwechsel drückte der Luzerner Nachwuchs auf den Ausgleich, verhielt sich aber in der einen oder anderen Szene naiv. So auch in der 55. Minute, als Tanners Befreiungsschlag zur Idealvorlage für den auf der Höhe der Mittellinie positionierten Alessio wurde. Der Muttenzer Topskorer war von keinem FCL-Verteidiger mehr einzuholen und traf zum 1:3, das die Rotschwarzen in der Folge sicher über die Zeit brachten.

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