American Football

Gladiators-Coach Dwaine Wood: «Wir sind besser als je zuvor»

Amerika-Neuzugang Corey Stollmeyer gilt als Schlüsselspieler im diesjährigen Basler Team.

Amerika-Neuzugang Corey Stollmeyer gilt als Schlüsselspieler im diesjährigen Basler Team.

Die Basel Gladiators starten am Sonntag in Winterthur in die neue NLA-Saison. Nach vier zweiten Plätzen in Serie wollen die Basler in diesem Jahr dem Ligakrösus Calanda Broncos paroli bieten. «Die Chancen stehen 30:70», schätzt Wood.

Corey Stollmeyer friert. Die garstige Kälte in Basel ist nicht das, was sich der Sunnyboy aus Kalifornien gewohnt ist. «But I like it though» – dem Neuzugang gefällts trotzdem hier. Stollmeyer ist zwar nur eines, aber wohl eines der wichtigsten Puzzlestücke im neuen Basler Ensemble. «Das Niveau im Team ist überraschend hoch. Ausserdem beeindruckt mich dieser gefestige Zusammenhalt», freut sich der 25-jährige Defensivspieler, der erst vor zwei Wochen zusammen mit den anderen Amerika-Imports seine Wohnung in Rheinfelden bezogen hat.

Woods Lobgesang

Vor allem Coach Dwaine Wood hält grosse Stücke auf seinen neusten Schützling: «Er zeigt seine Klasse immer wieder im Training. Wir werden definitiv bereit sein, wenns bald losgeht.» Mehr noch. «Ich würde sogar sagen, dass wir besser sind als je zuvor.» Dabei setzt Wood neben dem Amerika-Trio ausschliesslich auf regionale Spieler.

Chancen stehen 30:70

Nach vier zweiten Plätzen in Serie, soll es diesmal klappen, dem Ligakrösus und Europas Nummer 1 Calanda Broncos zu trotzen. «Ich rechne uns eine Chance von 30 Prozent aus», sagt Wood. «Ursprünglich waren es 50 Prozent, aber mit den 14 Imports werden die Broncos wohl wieder die Nase vorn haben.» Im Vorfeld hat das Bündner Team noch beteuert, die Imports auf zehn Mann zu begrenzen.

Dagegenhalten wollen die Basler vor allem mit Kondition und Schnelligkeit. Seit September trainieren die Gladiatoren ununterbrochen. «Defizite haben wir vielleicht noch im spielerischen Bereich.»

Das Ringen um Anerkennung

Auch wenn sportlich alles besser denn je läuft, beissen die Basler vor allem in punkto Anerkennung auf hartes Brot. Während der Wintersaison muss das Team von seiner Prattler Heimatstätte auf den St.-Jakob-Kunstrasen ausweichen. Auf spärlichem Platz holen sich die Footballer irgendwie den Feinschliff für den Saisonstart gegen die Winterthur Warriors. «Wir müssen um jeden Millimeter Platz kämpfen. Unser Sport scheint in der breiten Gesellschaft noch nicht wirklich angekommen zu sein», zeigt sich Wood enttäuscht und verweist darauf, dass die Gladiators hinter dem FC Basel und den Sharks einen der höchsten Zuschauerschnitte in der Region stellen.

Im April wieder in Pratteln

Nach langem Ringen hat man nun das Leichtathletik-Stadion St. Jakob als Heimstätte gefunden. «Schade, dass es jedes Mal so ein Kampf sein muss. Immerhin fördern wir auch unzählige Schweizer Spieler, die mit Leib und Seele Sport machen», sagt Wood weiter. Im April darf die Mannschaft dann endlich wieder auf dem Rasen in Pratteln trainieren.

Das Lachen hat Wood trotzdem nicht verloren. Denn die Vorfreude auf die Saison ist grösser denn je. Auch Stollmeyer gewöhnt sich immer besser ans Klima am Rheinknie: «Aber wir werden vor allem auf dem Platz für die heissen Momente sorgen.»

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