Es ist das Aufeinandertreffen der beiden stärksten Football-Teams der Schweiz. Beide haben ihre ersten fünf Saisonspiele mehr oder weniger problemlos gewinnen können und führten die Tabelle bis gestern gemeinsam an. Was in beinahe jeder Sportart zum hart umkämpften Spitzenspiel geführt hätte, endete wie immer im Schweizer Football in einem klaren Sieg der Bündner. Gleich mit 24 zu 49 unterlagen die Gladiators dem letztjährigen Eurobowl-Champion. Abgesehen vom Resultat gelang den Baslern aber eine ansprechende Leistung.

Glauser zurück aus Amerika

Eigentlich standen die Vorzeichen für die Gladiators an diesem Sonntagnachmittag gar nicht so schlecht. Zum ersten Mal wurden die Basler nämlich vom Schweizer Football-Aushängeschild Daniel Glauser unterstützt. Nachdem der Ex-Gladiator in den US-Drafts bei keinem Team Unterschlupf finden konnte, kehrt er nun für einige Spiele zurück an seine alte, vertraute Wirkungsstätte. Weiter haben die Broncos auf diese Saison hin ihr Ausländer-Kontingent etwas reduziert, sodass die Bündner allgemein leicht schwächer als in den Vorjahren eingestuft werden konnten.

Porsche gegen VW

Von einer angeblichen Qualitätseinbusse war heuer aber nicht viel zu sehen. Anstatt einen Ferrari schickten die Broncos vielleicht einen Porsche an den Start, welcher der VW-Familienkutsche der Gladiators aber immer noch etwas zu schnell unterwegs war. Trotzdem: Im Gegensatz zu den letzten Duellen mit den Broncos gelang es den Gladiators endlich einmal, auch selbst zwei, drei Nadelstiche zu setzen. So etwa kurz vor der Halbzeitpause, als Luki Studer nach einem Run durch die Mitte den ersten Gladiators-Touchdown zum zwischenzeitlichen 10 zu 28 erzielen konnte.

Kurz darauf gelang es den Baslern gar, die Broncos an deren eigenen 20-Yard-Linie unter Druck zu setzen. Ein kleiner Hoffnungsschimmer war jetzt zu erkennen. Doch diese liessen sich nicht aus der Ruhe bringen und konterten mit einem Touchdown zum 10 zu 35.

Auch nach dem Seitenwechsel liessen die Gladiators ihre Klasse kurzzeitig aufblitzen: René Fink konnte einen Nick-Wanner-Pass spektakulär im Flug fangen, landete aber einige Zentimeter zu früh noch vor der Endzone. Die wenigen verbleibenden Yards überwanden die Basler aber mühelos und setzten somit ihren zweiten Touchdown des Tages.

Mehr als vereinzelte Lichtblicke gelangen den Gladiators dann aber auch nicht. Zu stark waren die Bündner auch diesmal. Wie es dem Heimteam in Zukunft gelingen könnte, die Bündner zu bezwingen, ist weiterhin nicht absehbar.