Die Jagd auf die Broncos ist wieder eröffnet. Vier Mal in Folge mussten sich die Basler zuletzt im Endspiel den Bündnern geschlagen geben. «Jetzt sind sie fällig», gibt sich Trainer Dwaine Wood kämpferisch. Den Grundstein wollen die Gladiators morgen im Auswärtsspiel gegen Aufsteiger LUCAF aus Lausanne legen. Überhaupt stehen die Chancen in dieser Saison besser denn je, dass es endlich für die Krönung reicht.

Perfekte Vorbereitung

Anders als in den Vorjahren konnten die Gladiators über den ganzen Winter durch drei Mal pro Woche trainieren. «Die Unterschiede sind enorm», sagt Wood. Dank der gezielteren Vorbereitung konnte die Mannschaft vor allem in taktischer Hinsicht einen grossen Sprung nach vorne machen. Wood sagt weiter: «Wir sind physisch und taktisch so stark wie noch nie».

Homogene Truppe

Hier liegt wahrscheinlich der grösste Trumpf in dieser Saison. Während Jahr für Jahr neue US-Import-Spieler für die Basler aufliefen, kehren mit Nick Wanner und Corey Stollmeyer zwei Teamstützen der letzten Spielzeit zurück. «Sie haben sich sofort wieder integriert und kennen unser Spielsystem in- und auswendig. Das spart ungemein viel Zeit», weiss Wood. Der 25-jährige Neuzugang Evan Harrington komplettiert das Ausländer-Trio und kann sowohl als Running Back, wie auch als Linebacker aufgestellt werden. Sonst bleibt die Mannschaft identisch. «Nur sind wir jetzt noch reifer, grösser, kräftiger und schneller als in der letzten Saison», sagt Wood. Wie immer setzt man in Basel auf Spieler aus der eigenen Jugend oder aus der Region. Löhne werden (ausser den drei Amerikanern) keine gezahlt. «Und das wird auch in Zukunft so bleiben. So ist unsere Philosophie», stellt Wood klar.

Offensiv mehr Risiko

Den Unterschied wollen die Basler mit einer taktischen Umstellung ausmachen. Vor allem in der Defense wurde hart gearbeitet. «Ausserdem nehmen wir in der Offensive noch mehr Risiko und wollen sofort zu Punkten kommen». Physisch waren die Basler bereits in der Vorsaison stark. «Hätte das Endspiel noch zwei Minuten länger gedauert, hätten wir womöglich noch gewonnen», erinnert sich Wood.

Auch in diesem Jahr führt kein Weg an den Calanda Broncos (zuletzt fünf Titel in Serie) vorbei. Doch bei den Wildpferden scheint der Geldhahn langsam zugedreht worden zu sein. Stellten die Bündner letzte Saison noch 16 bezahlte Profis, sind es in der kommenden Saison «nur» noch elf. Während die Broncos vermutlich schwächer sind als in den letzten Jahren, haben Teams wie die Winterthur Warriors oder die Bern Grizzlies massiv aufgerüstet. Nicht mit Import-Spielern, sondern vor allem mit Eigengewächsen. «Es wird sicher eine der hochklassigsten Saisons der letzten Jahre. Wenn nicht die beste aller Zeiten», blickt Wood voraus.