Fussball
Glanzloser Auftaktsieg der Basler U21 gegen Stade Nyonnais

Der FC Basel gewinnt die erste Rückrundenpartie gegen Stade Nyonnais in einem harten Kampf mit 2:1. Die Abgänge in der Winterpause machten sich in der zweiten Halbzeit bemerkbar, für frischen Wind in der Offensive soll aber bald Simone Rapp sorgen.

Ilan Olstein
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FC Basel U21 - Stade Nyonnais
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Basel U21 - Stade Nyonnais. FCB Nr 24 Admir Seferagic und Nyon Nr 4 Alexandre Veuthey (r.)
Basel U21 - Stade Nyonnais FCB Nr 17 Nikles Kreuzer und Nyon Nr 15 Yvan Bolay (l.)
Basel U21 - Stade Nyonnais. FCB Nr 24 Adamir Seferagic und Nyon Nr 5 Aurelien Mairet (r.)
Basel U21 - Stade Nyonnais FCB Nr 10 Aurelien Chappuis und Nyon Nr 4 Alexandre Veuthey (r.)

FC Basel U21 - Stade Nyonnais

Nicole Nars-Zimmer niz

Die Gäste aus Nyon liessen den zum Einlauf bereitstehenden FCB mitsamt Schiedsrichter-Trio fünf Minuten warten. Auf den Punkt bereit war dann aber das Team von Carlos Bernegger, welches auf der Sechser-Position, den Flügeln und im Sturm Wechsel vornehmen musste. Naser Aliji und Niklas Kreuzer besetzten die Aussenbahnen, Musa Araz gab den Abräumer vor der Abwehr und Admir Seferagic krampfte als einziger Stürmer.

Der Erstgenannte fügte sich gleich vorzüglich in die Partie ein. Aliji leitete in der 7. Minute per Hacke auf Chappuis weiter, worauf dieser aus kurzer Distanz eiskalt in die rechte untere Ecke traf. Die Aufgabe der «2. Garde» liest sich auf dem Papier nicht ganz unkompliziert. Zu ersetzen sind die an Bellinzona verliehenen Grether, Pak, und Schürpf, sowie Aratore (Winterthur) und Vuleta (Will). Verantwortlich für 35 von insgesamt 49 Toren in der Vorrunde.

Für die Basler schien diese Statistik – zumindest in der Anfangsphase – mehr Ansporn denn Belastung zu sein. Als die 1. Mannschaft des FCB auf Stippvisite vorbeikam, stand es nämlich bereits 2:0. Nach einem Eckball stand Captain Fabian Ritter mutterseelenallein im Strafraumzentrum und nickte sehenswert ein. Bis dahin war von den Waadtländern gar nichts zu sehen. Dann musste sich Mirko Salvi in der 30. Minute doch noch strecken. Javier Henares’ Abschluss spitzelte er gekonnt an die Latte. Das war es dann auch schon mit den Chancen der Gäste. Das neue Gewand der U21 schien zu sitzen.

Doch noch waren 45 Minuten zu spielen und der zweite Umgang sollte den Beweis liefern, dass die Abgänge in der Winterpause halt doch schwerer wiegen, als es die erste Hälfte vermittelte. «Da zeigte sich der jugendliche Leichtsinn. Wir müssen das jetzt in Kauf nehmen aber ich erhoffe mir, dass mein Team an diesen Aufgaben auf hohem Niveau wachsen kann.» Mit Leichtsinn meint Trainer Bernegger zum einen Musa Araz’ Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, welcher kurz darauf zum Anschlusstreffer (61.) durch Henares führte. Zum anderen liessen sich die Bebbi durch die aggressive Gangart des Gegners den Schneid abkaufen. Vor dem Tor von Mirko Salvi spielten sich noch einige heikle Szenen ab, doch die drei Punkte gab der FCB nicht mehr her.

Ab der nächsten Runde soll die einzige Neuverpflichtung – Simone Rapp – spielberechtigt sein und in der Offensive für frischen Wind sorgen. Zukunftshoffnung Samuele Campo zeigte bei seinem Pflichtspieldebüt eine ansprechende Leistung. Ob in Zukunft im klammen Bellinzona die Lichter ausgehen und die U21 unverhofften Zuzug erhält bleibt abzuwarten