NLA-Volleyball
Glückliche Gesichter bei Sm'Aesch Pfeffingen trotz der Finalniederlage gegen Volero Zürich

Sm’Aesch Pfeffingen verliert die Best-of-Five-Finalserie um den Schweizer Volleyball-Meistertitel gegen Volero Zürich erwartungsgemäss mit 0:3. Dennoch konnten die Birstalerinnen mit sich zufrieden sein.

Paul Ulli
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Die Spielerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen konnten eine gute Saison nicht mit dem Final-Sieg krönen.

Die Spielerinnen von Sm'Aesch Pfeffingen konnten eine gute Saison nicht mit dem Final-Sieg krönen.

Christoph Jermann/ZVG

Noch selten hat man ein Team nach einer Niederlage so strahlen gesehen, wie die Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen nach dieser letzten Partie der Saison 2016/17 gegen Volero Zürich. Und die gezeigte Freude war absolut berechtigt, war man doch mit einer grandiosen Leistung soeben Vize-Meister geworden und durfte sich nach dem gegen den gleichen Übergegner verlorenen Cupfinal zum zweiten Mal innert Monatsfrist die Silbermedaille umhängen lassen.

Es ist nämlich absolut nicht selbstverständlich, dass die junge Mannschaft aus dem Baselbiet zwei solch grosse Erfolge feiern darf. Mit einem im Vergleich zum neuen, alten und seit nunmehr 185 Spielen auf nationaler Ebene ungeschlagenen Serienmeister ist das Budget bei Sm’Aesch Pfeffingen eher bescheiden. Doch das Team des scheidenden Head-Coach Timo Lippuner und seinem Staff hat eine brillante Saison gezeigt und seine vielen Fans in der Region Nordwestschweiz mit tollen Spielen immer wieder verzückt.

Sensationeller Startsatz

Dies taten die Birstaler Volleyballerinnen auch in dieser dritten Partie in der Sporthalle Im Birch in Oerlikon. Mit einer tollen Willensleistung liessen sie das Zürcher Weltklasseteam dank guter Blockarbeit, variablem Angriffsspiel über Maja Storck und Ralitsa Vasileva des öfteren alt aussehen. Nach einer 14:9 und 20:15-Führung verwerteten die Gäste den zweiten Satzball unter dem Jubel der rund 40 mitgereisten Fans souverän. Und dies alles trotz sechs Servicefehlern.

Doch damit nicht genug. Auch im zweiten Durchgang lagen die Baselbieterinnen ziemlich überraschend mit 7:2 und 10:7 voraus, ehe sich der haushohe Favorit Mitte des Satzes erstmals die Führung, im wahrsten Sinne des Wortes, erarbeiten konnte, diese bis zum Schluss nicht mehr abgab und satzmässig ausgleichen konnte. In dieser Phase des Spiels waren es auf Seiten der Gastgeberinnen vor allem die Ukrainerin Olesia Rhykliuk und die Kubanerin Kenia Carcaces, welche das sichtlich taumelnde Team wieder in die Spur zurückbrachten und satzmässig in Führung gehen konnten.

Staunen beim Blick auf die Resultattafel

Doch die Mannschaft von Head-Coach Timo Lippuner zeigte sich durch den Satzrückstand keineswegs geschockt und gab nochmals so richtig Gas. Topscorerin Laura Künzler, Monika Smitalova und Capitaine Barbara Duarte schraubten das Skore für ihr Team auf schier unglaubliche 8:2, 13:4 und 20:12. Fünf Punkte fehlten dem Underdog um ins Tie-Break zu kommen. Mit einer Service-Serie von Youngster Storck und dem finalen Block-Out-Winner der Sm’Aesch-Bulgarin Vasileva schafften es die Gäste in den Entscheidungssatz. In diesem setzten sich dann die Dauersieger von Volero Zürich dann doch noch durch und holten sich den 12. Meistertitel.

Volero Zürich – Sm’Aesch Pfeffingen 3:2

Im Birch. – 420 Zuschauer. – SR Schürmann/Sikanjic

Sätze: 22:25, 25:17, 25:19, 15:25, 15:6

Volero: Zivkovic, Schottroff, Rykhliuk, Popovic (Libera), Carcaces, Akinradewo, Unternährer; Mammadova, Malkova, Mariana, Orlova, Lengweiler.

Sm’Aesch Pfeffingen: von Piekartz, Deprati (Libera), Vasileva, Duarte, Storck, Künzler, Smitalova; Matter, Lorenz (Libera), Sulser, Wenger.

Bemerkungen: Volero ohne Rabadzhieva und Karadayi (überzählig). Sm’Aesch Pfeffingen ohne Ennok (verletzt).

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