Am 11. September 2016 hatte «Blägg», damals noch mit Cheftrainer André Fimian, zuhause gegen den Luzerner Nachwuchs mit 1:5 verloren. Es war jene Partie, in welcher die Basler vor Augen zugeführt bekamen, dass in Reihen der jungen Innerschweizer Akteure stehen, die dereinst mit Fussball ihren Lebensunterhalt bestreiten werden.

Ein halbes Jahr später war die Diskrepanz, und Dominanz, nicht mehr so augenfällig. Der Gast aus Basel hielt sowohl mit Spielanteilen wie Abschlussmöglichkeiten mit dem FCL-Talentschuppen gut mit. Aber es fehlte das gewisse «Etwas», um aus Luzern etwas Zählbares zu entführen.

Spektakuläre Anfangsphase

Die Anfangsphase verlief animiert. Den frühen Rückstand konnten die Basler mit einem herrlichen Ausgleichstor durch Florian Hengel wettmachen. Und weil die Platzherren zwei Minuten später einen Elfmeter verschossen, glaubte man, dass das Momentum nun auf Seiten des FCBS sein würde. Aber es war Rrezart Hoxha (18), der noch vor der Pause sein Team erneut in Führung brachte.

Überhaupt ist dieser im Mai 19 Jahre alt werdende Vollblut-Fussballer, in Schwyz geboren, ein grosses Versprechen für die Zukunft. Im Herbst 2016 hatte er auf der «Blägg-Matte» mit drei Treffern brilliert, auch am Samstagnachmittag war er einer der auffälligsten Spieler und Ausgangspunkt mancher torgefährlicher Aktion. Er dürfte in der kommenden Saison zumindest zwei, wenn nicht drei Spielklassen höher spielen. 

Späte Siegsicherung

Die Siegsicherung gelang der U21-Equipe des Super-Ligisten erst mit dem dritten Tor. Ein verdienter Sieg, weniger brillant als vor sechs Monaten herausgespielt, aber doch mit effizienter und stilsicherer Spielweise erspielt. Black Stars muss sich ob der Niederlage nicht grämen – in einer Woche gastiert mit dem FC Baden der Tabellenzweite in Basel. Es dürfte die letzte Möglichkeit sein, um mit einem Dreier den durchaus möglichen Platz 3 ernsthaft zu avisieren.