Eishockey
Gute Bilanz des Sommereishockeys

EHC Basel schaffte es bei der dritten Ausgabe seines sommerlichen Heimturners erstmals in den Halbfinal. Dort setzte es dann aber eine weitere Niederlage ab. Die Sharks landeten auf dem viertem Platz. Sie rechnet mit einer ausgeglichenen Bilanz.

Martin Merk
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Jubel bei Jyväskyläs Jani Tuppurainen und Ossi Louhivaara nach dem Overtime Tor

Jubel bei Jyväskyläs Jani Tuppurainen und Ossi Louhivaara nach dem Overtime Tor

Aeschbach

Sharks waren defensiv, aber bissig. Die EHC Basel Sharks waren zwar gegen die Top-Teams St. Petersburg (0:7) und Jyväskylä (0:4) chancenlos, hielten jedoch gegen die anderen Gegner mit. Dank des überraschenden 5:3-Siegs gegen Krefeld schafften es die Sharks im dritten Jahr des Turniers erstmals ins Halbfinale. «Für die Spieler war es eine gute Lektion, denn die Gegner laufen schneller und spielen härter. Die sind 50 Prozent besser», erklärte der Trainer Dany Gelinas. «Die Spieler hielten aber zusammen und behielten ihre Fassung.»

Im gestrigen Spiel um den dritten Rang gegen den SC Bern, der sechs Stammspieler schonte, blieben die Basler defensiv, konnten das Spiel aber ausgeglichen gestalten. Dan Weisskopf und der EHC-Captain Stefan Voegele konnten zweimal eine Führung erzielen und der Nationalstürmer Martin Plüss und Ivo Rüthemann ausgleichen. Im Penaltyschiessen scheiterten aber alle vier Basler Schützen, während Bern zweimal traf.

Intensive Finalpartie

Der SKA St. Petersburg und JYP Jyväskylä waren die besten Mannschaften am Turnier und lieferten sich ein intensives Finalspiel. Alexej Krutschinin brachte die Russen in Führung, doch noch im Mitteldrittel glich das finnische Verteidigertalent Sami Vatanen nach fleissiger Vorarbeit des Franzosen Yohann Auvitu aus. Dann folgte die Show von Jani Tuppurainen. Er glich, neun Minuten vor Schluss eine erneute Führung der Russen aus und traf nach drei Minuten in der Verlängerung zum Turniersieg.

Das Turnier wurde seinem Namen gerecht. Das heisse Wochenende kam den Organisatoren nicht entgegen. Die 29 Grad in der Halle waren eine Herausforderung. Das Eis und die Besucherzahl von 1585 am Freitag gingen am Wochenende zurück. Die Gesamtzuschauerzahl konnte trotzdem von 5040 im Vorjahr auf 6103 gesteigert werden.

CEO rechnet mit ausgeglichener Bilanz

Der CEO Beat Kaufmann rechnet auch dank Steigerungen im Marketing-Bereich mit einer ausgeglichenen Bilanz. «Wir sahen tolles Eishockey mit dramatischen und umkämpften Spielen. Es war absoluter Spitzensport», sagte Kaufmann. «Wir wollten, dass unsere Spieler einen Wettbewerb gegen starke Teams haben. Wir wollen weiterkommen und uns diesen Gegnern annähern.»

In der Mannschaft gibt es noch drei Fragezeichen. Im Tor gibt es für einmal einen Zweikampf. Ob Simon Pfister oder Lorenzo Croce als Nummer eins im Tor starten wird, ist offen. «Beide spielen gut und wir haben keine Nummer 1», sagt Gelinas. Offen ist auch, welche Probespieler bleiben dürfen. Dies waren Codey Burki und Andrea Grassi von Lugano, Giacomo Del Ponte von Ambrì sowie das eigene Stürmertalent Joshua Schnellmann. Ebenfalls offen ist, ob Gelinas einen Assistenten zur Seite erhält. In den letzten Wochen half der einstige Weltklasse-Verteidiger Waleri Schirjajew - Vater des EHC-Stürmers Jewgeni und zuletzt Trainer bei Yverdon - im Trainerstab mit.