Dass in der aktuellen Situation das Spiel in St. Gallen eine schwierige Sache wird, war allen vor dem Einlaufen klar. Dass Basel dann aber eine solch gelungene 1. Halbzeit abliefert, konnte niemand erwarten. Sicher haben die Spielerinnen von Cheftrainer Werner Bösch die Gäste unterschätzt. Aber Basel gelang es von Anfang an gut, die nominell stärkeren Spielerinnen zu kontrollieren und sie nur wenig zum Abschluss kommen zu lassen.

So stand es nach knapp 20 Minuten 8:12 für die Gäste vom Rheinknie, welche diesen Resultatstand kaum glauben konnte. Dann allerdings legten die Einheimischen einen Zahn zu und Brühl schaffte es, näher an die Baslerinnen zu kommen. Leider spielten die Gäste die letzten 1,2 Minuten nicht mehr so konzentriert und mit dem Halbzeitpfiff resultierte die erstmalige Führung für den LC Brühl (15:14).

Es war anzunehmen, dass Cheftrainer Werner Bösch «den Seinen» ein paar deutliche Worte in der Halbzeit gesagt hat. Auf jeden Fall stand nun ein «anderes Brühl» auf dem Platz, welches den Gegner nun doch ernster nahm. So nahm das Spiel seinen «normalen» Verlauf und in der 45. Minute (25:18) stand das Resultat für Brühl dann doch in der richtigen Richtung. Zum Schluss resultierte ein 34:23-Sieg für die St. Gallerinnen, welcher ganz klar verdient war, aber doch um ein paar Tore zu hoch ausgefallen ist und die gute Basler Leistung nicht ganz richtig widergibt.