Was lange ein regelrechter Knorz war, endete aus Sicht des RTV 1879 Basel doch noch mit einem Happy-End und dem ersten Heimsieg in der laufenden Saison. Doch der Weg bis zu diesem Erfolg gegen GC Amicitia Zürich war hart und nervenaufreibend.

Die leicht favorisierten Basler begannen unkonzentriert und produzierten in der Startphase eine Vielzahl von Ungenauigkeiten und Fehlern. Die Konsequenz war ein weitgehend ausgeglichener Spielverlauf und mit zunehmender Dauer der Partie entstand immer mehr der Eindruck, dass dies möglicherweise nicht der Abend des RTV werden würde.

Zur Pause in Rückstand

Zur Pause lag der RTV gegen einen wenig überzeugenden Gegner mit 12:14, nach der Pause 14:16 und nach 39 Minuten 17:19 im Rückstand. Kurzum, der RTV schien einfach nicht in die Gänge zu kommen, obwohl Trainer Alex Ebi diverse Varianten ausprobierte. Einen rabenschwarzen Abend zog bis dahin zudem RTV-Topskorer Sigurbergur Sveinsson ein. Dem Isländer, bislang mit 62 Saisontoren zweitbester Torschütze der Liga überhaupt, gelang schlicht gar nichts.

Beim Spielstand von 21:22 nach 47 Minuten traf Sveinsson erstmals - und fortan dominierte der RTV die Partie deutlich und kam (auch dank vier weiteren Sveinsson-Treffern) relativ locker doch noch zum angestrebten Heimsieg und zum bislang höchsten Saison-Erfolg. Die zweite Halbzeit ging mit 20:13 an den RTV.

Bester Torschütze im starken Kollektiv war Sandro Strübin mit zehn Treffern. Aktivposten waren zudem Rok Ivancic, Torhüter Pascal Stauber, Captain Igor Stamenov sowie Mischa Hofstetter, welcher seine Fähigkeiten je länger je mehr wieder einzubringen vermag.

Die Basler zeigten also zwei Gesichter. Die Mannschaft bewies viel Wille, Moral und Charakter, zeigte eine kämpferisch einwandfreie Leistung und wurde dafür (auch dank der mannschaftlichen Geschlossenheit) mit einem wichtigen, richtungsweisenden Heimsieg belohnt. Kann der RTV in den kommenden Spielen an die Leistung in der Schlussphase anknüpfen, ist vieles möglich.

Telegramm

Sporthalle Rankhof Basel. - 300 Zuschauer. - SR: Boskoski/Stalder. - Spielverlauf: 0:1, 1:2, 3:2 (7.), 4:3, 4:5, 6:7, 7:8, 9:8 (19.), 9:10, 12:12, 12:14; 14:14, 14:16, 15:17, 17:19, 19:19, 20:21, 21:22 (47.), 24:22 (49.), 26:23, 28:24 (56.), 29:26, 31:26, 31:27. - Strafen: einmal 2 Minuten gegen den RTV 1879 Basel, viermal 2 Minuten gegen GC Amicitia Zürich.

RTV 1879 Basel: Stauber/Satchwell; Kaiser, Gulbicki, Stamenov (5), Hofstetter (2), Sladoljev (3), Kuppelwieser (1), Sveinsson (5), Studerus, Ivancic (5), Strübin (10/3), Wittlin (1).

GC Amicitia Zürich: Bringolf/Schubiger; Ljubanovic (6), Filip Maros (4), Egger (3), Spengler (2), Klimciauskas (4), Sidorowicz (6), Ramadani (1), Grundböck (1), Ramseier, Bajramovic, Fongué, Luka Maros.

Bemerkungen: RTV 1879 Basel ohne Martinez (verletzt), setzt Satchwell nicht ein. - GC Amicitia Zürich ohne Freivogel (verletzt), setzt Schubiger und Fongué nicht ein. - 14. (5:6) Bringolf halt Penalty von Sveinsson. - Time-Outs: RTV 1879 Basel: 30. (12:13). GC Amicitia Zürich: 29. (12:12) und 55. (27:23).