Der tägliche Sousa
Hat sich Paulo Sousa selber aus seinem FCB-Vertrag freigekauft?

Und täglich grüsst Paulo Sousa, diesmal mit einer etwas kurioseren Geschichte. Der Noch-Trainer des FCB soll gestern bei der Basler Vereinsführung nicht nur um seine Freigabe gebeten haben, sondern er habe sich freikaufen wollen.

Céline Feller
Drucken
Teilen
Er hat alle Augen auf das Ziel gerichtet: Paulo Sousa. Und dafür soll er gar zu ganz speziellen Methoden greifen.

Er hat alle Augen auf das Ziel gerichtet: Paulo Sousa. Und dafür soll er gar zu ganz speziellen Methoden greifen.

freshfocus

Paulo Sousa wird der neue Trainer der AC Fiorentina. Seine Zeit beim FCB ist spätestens seit gestern definitiv vorbei. Doch offiziell ist noch immer nichts.

Immerhin wurde gestern Abend vermeldet, dass der FCB seinen Trainer freigestellt habe. Doch es würde nicht in diese Sousa-verlässt-FCB-und-geht-nach-Florenz-Geschichte passen, wenn dies alles ganz normal abgelaufen wäre.

Und deshalb kursiert seit gestern Abend in italienischen Medien die nächste Episode einer ohnehin schon ereignisreichen Geschichte: Paulo Sousa sei gestern Donnerstag nicht nur auf der Geschäftsstelle des FCB gewesen, um um seine Freigabe zu bitten, er habe sich gar selber freikaufen wollen.

Die italienische Sportzeitung «Tuttosport» – die drittgröste Sportzeitung des Landes – brachte diese Geschichte ins Rollen. Sie schreibt von weiteren «Details und Kuriositäten über den Vertrag zwischen Fiorentina und Paulo Sousa.» Der lusitanische Coach habe den Offiziellen von Fiorentina gesagt, dass er bereit wäre, auch aus eigener Tasche etwas zu bezahlen, um Fiorentina künftig trainieren zu können.

Wiederholungstäter Sousa?

Denn genau dies ist der Knackpunkt. Die Fiorentina will Sousa, Sousa will Fiorentina, aber Sousa hat einen Vertrag beim FCB, der noch bis 2017 läuft. Folglich müsste Fiorentina Sousa aus seinem Vertrag freikaufen – also dem FCB eine Summe überweisen, um den Verein dafür zu entschädigen, dass sie ihnen den Trainer «klauen».

Doch Fiorentina sei nicht gewillt, eine solche Summe zu bezahlen. Deshalb habe Sousa dieses Angebot gemacht. Dass diese Geschichte nicht völlig aus der Luft gegriffen ist, zeigen Gerüchte, die schon vor einem Jahr aufgekommen sind. Bereits vor seinem Wechsel von Maccabi Tel Aviv zum FC Basel im letzten Sommer habe sich Sousa selbst frei gekauft. Mit einem kolportierten Jahresgehalt von 1,4 Millionen könnte er sich dies auch leisten.

Und zu diesem unglaublich erfolgsorientierten, zielstrebigen Trainer, der immer den nächsten Schritt machen will, würde eine solche Geschichte durchaus passen. In seinem ganz eigenen Prozess, der ihn irgendwann zum Gewinn der Champions League als Trainer führen soll, wäre der Schritt in eine der fünf grossen Ligen Europas auch nur eine logische Konsequenz, für die er alles in seiner Macht stehende tut.

Wie die «Tuttosport» aber weiter schreibt, sei am Ende eine solch extreme Bekennungs-Geste von Seiten Sousa zu seinem neuen Arbeitgeber gar nicht nötig gewesen, da der FCB Sousa freigestellt habe.

Die Bestätigung, dass der FCB und Sousa künftig getrennte Wege gehen werden, und Sousa neu an der Seitenlinie von Fiorentina stehen wird, wird morgen Samstag oder am Sonntag erwartet.

Aktuelle Nachrichten