FC Reinach

Heimspiel gewonnen und nach Telefonanruf Meister geworden

Die Reinacher feiern ihren vorzeitigem Titel ausgiebig.

Die Reinacher feiern ihren vorzeitigem Titel ausgiebig.

In der regionalen 2. Liga ist die Entscheidung um den Meistertitel und Aufstieg überraschend in der vorletzten Runde gefallen. Dies, da Reinach das Heimspiel gegen Rheinfelden gewann und die Old Boys überraschend beim Absteiger Rossoneri verlor.

Der FC Reinach löste als Leader der regionalen 2. Liga seine Aufgabe im letzten Heimspiel gegen ein starkes Rheinfelden mit dem 2:0 (0:0) Sieg wie erwartet. Nach dem Schlusspfiff spritzte der Sekt aus «rein zufällig» aufgetauchten Flaschen und alle lagen sich in den Armen.

Die ratlos staunenden Zuschauer wurden aufgeklärt. Ein Telefonanruf aus Lausen liess alle Dämme brechen. Absteiger Rossoneri bezwang überraschend die Old Boys mit 3:2. Reinach hat somit ein Spiel vor dem Saisonende den angestrebten Meistertitel und Aufstieg geschafft.

Auch wenn Reinachs Trainer Marco Cecere nach der Partie sagte, «ich wusste, oder spürte, dass wir es heute schaffen. Der Sieg Rossoneris ist für mich kein Zufall», so war auch der eigene Erfolg kein Selbstläufer.

Man tat sich schwer gegen ein von Trainerfuchs Marcel Hottiger bestens eingestelltes Rheinfelden. Die Gäste bauten sich erst an der Mittellinie auf und machten die Räume eng. Das Ziel war klar: die erste Welle der Reinacher musste ohne Gegentor überstanden werden. Nach und nach wagte man sich weiter nach vorne.

Knapp am Rückstand vorbeigeschrammt

Reinach hatte so natürlich viel Ballbesitz und durch Siro Nichele in der siebten Minute eine gute Möglichkeit in Führung zu gehen. Die Aargauer brachten erst in der 21. Minute den ersten Schuss Richtung Tor. Aber es war so etwas wie der Startschuss für nun mehr Offensivaktionen.

In der 32. Minute schrammte Reinach knapp am Rückstand vorbei. Talha Madhkur setzte einen Ball an den linken Pfosten der Reinacher. In der Pause erhielt Marco Cecere dann die Information, dass per 60. Spielminute Rossoneri gegen Old Boys mit 3:0 führte. «Nur der Staff sowie zwei, drei ausgewählte Spieler hatten Kenntnis vom Ergebnis. Es durfte unser Spiel nicht beeinflussen.»

Nach dem Seitenwechsel hatte Rheinfelden vorerst mehr Ballbesitz und tauchte auch öfters und konkreter in Tornähe der Reinacher auf. Doch zusehends nahm das Heimteam das Spieldiktat wieder in die Füsse und erhöhte den Druck sukzessive. In der 67. Minute brachte Siro Nichele das Heimteam in Führung.

Dämme brechen nach Schlusspfiff

Reinach räumte hinten auf, was nötig wurde, und ging in der Offensive nicht mehr volles Risiko. In der 91. Minute machte Patrick Zenhäusern mit dem 2:0 alles klar und kurz darauf liess der Schlusspfiff des guten Schiedsrichters alle Dämme brechen.

Reinachs Trainer Marco Cecere: «Es schien, dass wir anfangs etwas gehemmt wirkten. Wir mussten wieder ein paar Änderungen wegen verletzten Spielern vornehmen und Rheinfelden ging voll. Der letzte Biss fehlte lange.»

Die Erlösung nach dem 2:0.

Die Erlösung nach dem 2:0.

«Gegen Ende setzten wir immer mehr Druck auf und wurden belohnt. Nach unserem 1:0 begann es zu kribbeln, das ist doch klar. Ich bin so froh, dass es jetzt schon klar ist. Jede Woche immer gejagt zu werden geht doch an die Substanz. Jetzt können wir durchatmen, etwas feiern über Pfingsten und das Spiel in Bubendorf in Ruhe angehen mit der Pokalübergabe, auf die wir uns freuen», fährt der Trainer fort.

Und zum Schluss meinte Cecere noch: «Wir haben nie auf die anderen geschaut, sondern stets versucht, unser Spiel durchzuziehen. Ich bin sehr stolz auf die Spieler und danke auch meinem Assistenten Ivano Biancavilla. Wir haben einen tollen Teamgeist. Wir werden uns jetzt gezielt und in Ruhe auf den Basler Cup vorbereiten. Wir wollen das Double.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1