Es war ein Start nach Mass für die am Donnerstagabend im ersten Playoff-Finalspiel in Aesch noch mit 1:3 Sätzen unterlegenen Neuenburgerinnen. 6:0 leuchtete es von der Anzeigetafel in der Riveraine-Halle und die Spielerinnen des Heimteams strahlten schon nach wenigen Minuten um die Wette.

Schnell wurde ersichtlich, dass die Mannschaft von Head-Coach Andreas Vollmer diesen veritablen Fehlstart nicht mehr würde korrigieren können, denn in der Folge liessen die Gastgeberinnen nicht mehr locker und hatten in der Person von Kyra Holt die überragende Angreiferin in ihren Reihen.

Nicht Topskorerin Tia Scambray und nicht Martenne Bettendorf wurden zum Schreckgespenst für die Sm’Aesch Pfeffingen-Defensive, sondern es war die 23-jährige US-Amerikanerin, welche fast nach Belieben punktete. Bis zum Ende der Partie gleich 28 Mal. Die 185 cm grosse Aussenangreiferin fand vor allem im ersten und vierten Satz immer wieder eine Lücke im Sm’Aesch-Block.

Ein kleines Sm’Aesch-Lebenszeichen

Was die Baselbieterinnen eigentlich draufhaben, zeigten sie nach dem klar verlorenen Startsatz. Mit einem jetzt kämpferischen Kollektiv hielt das Team um Capitaine Madlaina Matter das Spielgeschehen lange Zeit ausgeglichen (22:22), ehe Gabi Schottroff mit zwei gelungenen Blocks und Topskorerin Dora Grozer mit einem Service-Ass den Weg zum Satzausgleich ebneten.

Dieses Erfolgserlebnis beflügelte die Gäste und sie starteten gleich mit einer 5:1-Führung in den dritten Durchgang. Doch die Freude bei den Baselbieterinnen war nur von kurzer Dauer. Zu viele Unsicherheiten in der Annahme und vor allem zu wenig erfolgreiche Angriffe über Matter, Grozer und die Brasilianerin Jessica Ventura, brachten die unter dem Druck des ihr Heimspiel unbedingt gewinnen müssenden Neuenburgerinnen wieder ins Spiel zurück.

Mitte des dritten Durchgangs führten die Gastgeberinnen mit 15:11, liessen sich nicht mehr irritieren und brachten den Satz gegen die sich zwar jetzt wieder besser wehrenden Gäste relativ sicher nach Hause.

Ein weiterer Satz-Fehlstart zu viel

Analog dem Startsatz lautete der ernüchternde Zwischenstand im vierten Satz erneut 6:0 zu Gunsten von NUC, das jetzt wieder auf die an diesem Abend nicht zu bremsende Punktesammlerin Holt zählen konnte.

Auch in der Feldabwehr hatte in dieser Partie NUC-Libera Tabea Dalliard gegenüber Kirsten Tupac die Nase vorn. Nach einem schon fast vorentscheidenden 8:16-Rückstand ging noch einmal ein Ruck durch die jetzt wie schon im Heimspiel mit Livia Zaugg im Angriff spielende Sm’Aesch-Mannschaft und man konnte den Rückstand dank einer Siebner-Service-Serie von Passeuse Tess von Piekartz bis auf einen Punkt reduzieren (15:16).

Doch diese Aufholjagd liess die vor Selbstvertrauen nur so strotzenden heimstarken Neuenburgerinnen kalt und wenige Holt-Punkte später war der Ausgleich in dieser Finalserie Tatsache. Weiter geht es in diesem wie erwartet ausgeglichen Playoff-Vergleich erst am Ostermontag um 14.00 Uhr in der Aescher Löhrenackerhalle, wo das Vollmer-Team natürlich wieder vorlegen will.