Nachgefragt

Heinz Lindner über den FCB-Zittersieg in Luzern: «Vor eineinhalb Monaten hätten wir dieses Spiel verloren.»

Heinz Lindner avanciert gegen Luzern mal wieder zum Matchwinner.

Heinz Lindner avanciert gegen Luzern mal wieder zum Matchwinner.

Matchwinner Heinz Lindner spricht über die Weiterentwicklung der Mannschaft, zieht ein Zwischenfazit vor der Winterpause und erzählt, wie er Weihnachten verbringen wird.

Was war in der zweiten Halbzeit los?

Wir haben uns vorgenommen, so wie in der ersten Halbzeit zu spielen und dass wir mit dem dritten Tor den Sack zu machen. Die Luzerner sind aber dann zu guten Chancen gekommen. Letztendlich war es ein Zittersieg, der glücklich war.

Wieder eine Weltklasse Parade gegen Ndiaye. Wie haben Sie den von der Linie gekratzt?

Dankeschön. Es war halt ein Reflex auf der Linie und es ist gut, dass ich der Mannschaft damit helfen konnte. Das war die letzten 20 Minuten eine Abwehrschlacht von uns allen. Normalerweise sind es nur die letzten fünf Minuten mit hohen Bällen und hohem Druck. Mental war das extrem anspruchsvoll. Wir sind jetzt auch mental und körperlich leer. Am Ende war es ein glücklicher Sieg. Die drei Punkte nehmen wir aber mit und freuen uns auf die Ferien. 

Luzern hat nach der zweiten Halbzeit einen Punkt verdient. Sind Sie damit einverstanden?

Wenn man sich die Chancen und Spielanteile in der zweiten Halbzeit anschaut, war es wie gesagt ein glücklicher Sieg für uns. Aber ich bin der Meinung, dass wir das Spiel vor eineinhalb Monaten noch verloren hätten und jetzt bringen wir das über die Zeit. Das ist zwar keine taktische oder spielerische Weiterentwicklung, aber als Mannschaft haben wir diesen sogenannten dreckigen Sieg jetzt eingefahren. Und das ist auch wichtig. Mund abputzen, Ferien und gestärkt zurückkommen. 

Wie wichtig ist so ein Sieg vor der Pause?

Wir gehen jetzt mit einem besseren Gefühl in die Ferien. Die Tabellensituation ist auch dementsprechend gut für uns und wir haben uns das so aufgelegt, dass wir ruhig in die Ferien gehen können und voller Fokus in die zweite Saisonhälfte starten können.

Wie ist Ihre Zwischenbilanz vor der Winterpause?

Ich glaube, dass wir abgeklärter geworden sind. Das war vorher nicht so. Dieser unbedingte Wille, auch solche dreckigen Spiele zu gewinnen, den haben wir uns Stück für Stück erarbeitet. Und das ist denke ich ein Schritt weiter.

Wie verbringen Sie jetzt die Festtage? Können Sie nach Österreich, oder müssen Sie hier bleiben?

Ich bin alle bürokratischen Mittel und Wege gegangen, damit ich nach Österreich gehen kann und mit meiner Familie in Linz Weihnachten verbringen kann. Das geniesse ich und komme dann gestärkt zurück.

Gehen Sie dann auch Ski fahren?

Nein. Ich bin zwar Österreicher, aber ich fahre kein Ski (lacht). Ich wäre dann eher im Hotel-Spa oder beim Après-Ski, aber das gibt es ja jetzt auch nicht (lacht). Deswegen bleibe ich zu Hause und verbringe die Feiertage mit meiner Familie.

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