Heinzer ging gegen Robeiri 1:0 in Führung und führte später gar 9:7. Heinzer: «Ich wollte sehr offensiv fechten. Dann merkte ich, dass ich zu viel Zeit benötigte, um meine Treffer vorzubereiten. Also legte ich noch einen Gang zu.» Doch der Hüne Robeiri (1,90 m) parierte erfolgreich. Beim Stande von 12:12 landete Robeiri (32) einen Handtreffer, der die Vorentscheidung bedeutete.

Jung Jin-Sun gewann

Masters-Sieger wurde der Weltranglisten-Fünfte Jung Jin-Sun mit einem 15:11-Finalerfolg über seinen südkoreanischen Landsmann Park Sang-Young. Bislang hat noch kein Schweizer das Degen-Masters gewinnen können. Die Gebrüder Michael und Fabian Kauter sowie Marcel Fischer (Olympiasieger 2004) und Heinzer waren in Paris jeweils maximal bis in die Halbfinals vorgestossen. Der Sieger von Paris kassierte 10 000 Euro, die unterlegenen Viertelfinalisten erhielten noch 1000 Euro. Weltranglistenpunkte waren an diesem Event nicht zu holen.

«Jetzt setze ich meinen Fokus auf den Einzel-GP in Doha in zwei Wochen», so Heinzer, der an den letzten WM in Kasan (Russ) im Einzel gegen Robeiri noch deutlicher verloren hatte (8:15). Vor allem aber hatte er damals im Teamwettbewerb im Halbfinal gegen Frankreich im Gefecht gegen Robeiri eine Knieverletzung erlitten, die sein Mittun im Gefecht um Platz 3 verunmöglichte und zum Saisonende eine mehrwöchige Zwangspause nach sich zog. (si)