Fechten
Heinzer und Steffen in Top 10 - Borsky überrascht

Max Heinzer und Benjamin Steffen von der Fechtgesellschaft Basel beendeten den Grand Prix der Degenfechter in Doha (Katar) auf den Rängen 9 (Heinzer) und 10 (Steffen).

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Fabian Kauter, Max Heinzer und Peer Borsky (v.l.n.r.) nach einem Sieg an den Europameisterschaften im Juni.

Fabian Kauter, Max Heinzer und Peer Borsky (v.l.n.r.) nach einem Sieg an den Europameisterschaften im Juni.

Keystone

Heinzer und Steffen standen dabei im Schatten von Peer Borsky, der Nummer 4 der Schweizer Degenfechter. Der Zürcher verblüffte in Doha mit Platz 2. Fabian Kauter wurde 35. «Der Triumph von Borsky wird nicht nur ihm enorm viel Selbstvertrauen geben, sondern auch dem ganzen Schweizer Team», kommentierte Borskys Teamkollege Max Heinzer.

Borsky gab die Blumen gerne zurück: «Wir haben ein Wahnsinns-Team – und das steht auch bei der Olympia-Qualifikation im Vordergrund, selbst wenn dann einer im Einzel zuschauen muss. Dank den Erfahrungen, die ich im Team sammeln konnte, bin ich auch im Einzel besser geworden.»

Hierarchie aufgeweicht

Borsky hatte im vergangenen Sommer an den WM in Kasan (Russ) im Teamwettbewerb im Gefecht um Platz 3 mit der Schweiz gegen Russland angedeutet, dass er auch unter Druck gegen Weltklasse-Gegner gewinnen kann. Er war als Ersatz für die Ausmarchung um Bronze gegen den Gastgeber anstelle von Teamleader Max Heinzer (verletzte sich im Halbfinal gegen Frankreich am Knie) eingesprungen.

Borsky behielt damals vorab auch als Schlussfechter gegen Pawel Suchow die Nerven. Mit einer Plus-1-Bilanz stellte er den 23:21-Sieg und damit die zweite Schweizer Team-WM-Bronze innerhalb von drei Jahren sicher. Gemessen an seinen zuletzt gezeigten Leistungen hat Borsky die seit Jahren unangetastete Hierarchie der Top 3 des Landes (Heinzer, Kauter und Steffen) damit aufgeweicht.

Kauter scheitert überraschend

Für Rio 2016 wird die Schweiz maximal drei Einzelstartplätze erhalten, falls sich das Team nach Abschluss der einjährigen Qualifikationsphase in den Top 4 der Weltrangliste befindet oder der nachfolgende Kontinentalbeste aus Europa ist.

Der Weltranglisten-Sechste Heinzer scheiterte in Doha in den Achtelfinals einmal mehr an einem nachmaligen Gewinner (10:15 gegen Jerent). Steffen wurde vom finnischen Aussenseiter Niko Vuorinen (14:15) gestoppt. Der Weltranglisten-Siebte Fabian Kauter zog in seinem Auftaktgefecht gegen Tristan Tulen (Ho/Nummer 57) überraschend den Kürzeren (14:15).