Am Fest in Waldenburgertal, wo aufgrund der miserablen äusseren Bedingungen alle Schwinger einen schweren Stand hatten, war lange Zeit nicht klar, wer letztlich das Fest vor 500 Zusehern gewinnen würde. Auf der einen Seite zeigten viele Nachwuchsathleten, unter ihnen der 16-jährige Janic Voggensperger (2.), keine Scheu vor den arrivierten Athleten.

So im zweiten Gang, als dieser Patrick Waldner vom gastgebenden Bezirks-Schwingklub Waldenburg (BSKW) besiegte. «Es läuft mir heute super», kommentierte der Elektroinstallateur-Lehrling, der auch nach dem 4. Gang mit 38.50 Punkten, zusammen mit dem Quartett Remo Kocher, Andreas Henzer, Roger Erb und Michael Gschwind das Zwischenklassement anführte.

Gschwind setzt neue Prioritäten

Der aktuelle Rekordkranzer und nunmehr zweifache Sieger in Oberdorf, Andreas Henzer, war gestern in guter Frühform. «Es geht mir nicht nur sportlich, sondern auch gesundheitlich wunderbar», freute sich der Turnerschwinger vom Schwingklub Binningen, der den Saisonauftakt im Baselbiet als Test für den kommenden Baselstädtischen Schwingertag nutzte. Michael Gschwind, letztlich Fünfter, sagte, dass er heuer aus familiären «etwas andere Prioritäten» setze. «Ich will aber auf das kommende Eidgenössische wieder zurück sein. Dort möchte ich das Eichenlaub holen.»

Roger Erb, der mit drei Siegen und drei Remis etwas unter den an ihn gestellten Erwartungen blieb, zeigte als Vierter dennoch, dass er einer der «kommenden Männer» im Kantonalverband Baselland ist. Er war aufgrund seiner Rangierung sehr zufrieden. «Ich bin gut in Form und sehe dem ersten grossen Härtetest am Baselstädtischen mit Zuversicht entgegen», freute sich der Senne vom SK Oberwil.

Einwandfreie Organisation

Mit 41 Aktiven und 74 Jungschwingern war der Frühjahrsschwinget in Oberdorf gut besucht. Dass die Landschäftler das Geschehen dominieren würden, war vorherzusehen. Trotzdem: Schlussgangteilnehmer David Sigg, der Vierter wurde, hätte ihnen ein Bein stellen können. Ebenso Christian von Arx und ein weiterer Solothurner, Andreas Bader aus Mümliswil als Fünfter. Schade am Fest war eigentlich nur, dass der starke Regen, der den Sportplatz quasi in einen «Schwimmplatz» verwandelte. Aber: Die technische Organisation im Speziellen klappte einwandfrei. Der BSKW verdiente sich ein grosses Lob.