Vor Spielbeginn war die Favoritenrolle aufgrund der Tabellenkonstellation klar verteilt. Die drittplatzierten Therwilerinnen empfingen den neuntplatzierte VBC Val-de-Travers. Für Christoph Markwalder, Technischer Leiter des VB Therwil, war es aber noch lange kein Grund zum Abheben: «Wir dürfen unseren Gegner nicht unterschätzen und wollen vor heimischem Publikum drei wichtige Punkte einfahren, um direkte Konkurrenten auf Distanz zu halten.» Die Spielerinnen nahmen sich diese Worte zu Herzen. Mit druckvollen Services erzwangen sie einige Gratispunkte und dominierten dank guter Blockarbeit auch die langen Ballwechsel. Im ersten Satz holten sie damit teilweise mehr als zehn Zähler Vorsprung heraus. Wegen einiger Annahmefehler endete der Satz schliesslich nur 25:19. In den Sätzen zwei und drei holten die Therwilerinnen jeweils zu Beginn einen komfortablen Vorsprung heraus und verteidigten diese Reserve in der Folge. So gewannen sie beide Durchgänge mit 25:17.

Nachwuchsarbeit im Fokus

Nach der souveränen Leistung zeigt sich Markwalder mit dem bisherigen Saisonverlauf äusserst zufrieden. «Nach der Auftaktniederlage gegen Cheseaux gelang es uns, eine erfolgreiche Serie zu starten. Wir sind mit aktuell 13 Punkten auf bestem Weg, uns unter den besten vier Teams der Gruppe zu etablieren.»

Insofern kann Trainer Martin Brin die zweite Saisonhälfte ohne Druck vorbereiten und sein Amt nach Ende der Spielzeit nahtlos an seinen Assistenten weitergeben. Die Gründe für die erfolgreiche Zusammenarbeit sieht Markwalder in den wenigen Spielerwechseln sowie der guten Nachwuchsarbeit. «Wir sehen uns in erster Linie als Ausbildungsverein. Der Aufstieg in die NLA ist wegen der finanziellen Möglichkeiten zurzeit nicht realistisch. Wir pflegen allerdings gute Kontakte mit den Verantwortlichen dieser Klubs und dienten schon für manches Talent als Sprungbrett in die höchste Spielklasse.»