Eigentlich liegt zurzeit das Hauptaugenmerk auf dem Beachvolleyball. Trotzdem gibt es auch während der Sommerzeit beim Indoor-Volleyball viel Interessantes zu berichten. Am vergangenen Wochenende testete die stark verjüngte Schweizer Nationalmannschaft unter Trainer Timo Lippuner zweimal gegen Spanien. Doch das gerade mal ein Durchschnittsalter von 20,6 Jahren aufweisende Team kam nie richtig auf Touren, machte zu viele Eigenfehler und zog in beiden Partien mit 0:3 klar den Kürzeren.

Der Saisonhöhepunkt der Elite-Nationalmannschaft wird die vom 2. bis 12. Juli stattfindende Universiade in Gwangiu (Korea) sein. Ebenfalls mitten in der Mannschaftszusammenstellung steht Sm’Aesch Pfeffingen. Nach dem guten 4. Platz in der abgelaufenen Saison strebt man bei den Baselbieterinnen nach höheren Zielen.

Dabei wird es einige wichtige Kaderveränderungen geben. Laura Tschopp ist vom Spitzensport zurückgetreten und die drei jungen Ausländerinnen Jovana Gogic (Serbien) am Pass sowie die beiden bulgarischen Angreiferinnen Mira Todorovic und Gergana Dimitrova erhielten keine Verträge mehr.

So bleiben Sm’Aesch neben seiner Teamseniorin Kerley Becker und Libera Thays Deprati noch Talente wie Maja Storck und Paula Widmer (beide Jahrgang 1998), Madlaina Matter und Topskorerin Laura Künzler (beide 96) sowie Lena Sacher (95) und Jana Koch (99).

Top Volley fällt aus

Doch die Vereinsleitung hat schon sehr früh die Saisonplanung in Angriff genommen und ihre Fühler ausgestreckt. So soll auf der wichtigen Position der Zuspielerin eine die französischen Nationalspielerin Laurianne Delabarre kurz vor der Unterschrift in Aesch stehen. Die Namen der verpflichteten ausländischen Angriffs-Verstärkungsspielerinnen werden in den nächsten Tagen kommuniziert werden.

Vor wenigen Tagen erreichte die Volleyballfans allerdings auch eine schlechte Nachricht. Das beliebte und sportlich hochstehende Top Volley in der Basler St. Jakobshalle wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Weil im Januar 2016 alle kontinentalen Nationalteams, die nicht direkt für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro qualifiziert sind, ihre Qualifikationsspiele absolvieren müssen, hat der internationale Volleyballverband eine sogenannte Sperrfrist erlassen.

Das will heissen, dass die Klubs ihre Spielerinnen an die jeweiligen Nationalmannschaften abgeben müssen. «Da das Turnier in Basel Top Volley heisst, können und wollen wir uns keine zweit- oder gar drittklassige Besetzung erlauben und konzentrieren uns deshalb auf die Turnierausgabe 2016», sagt Erika Herzig im Namen des Ausrichters.