Schwingen
Hubers finaler Kurzzug führte zum Tagessieg beim Hülftenschanz-Schwingfest

Am 15. Hülftenschanz-Schwingfest in Frenkendorf hat erstmals ein Prattler triumphiert: Cédric Huber. Er gewann den Schlussgang allerdings äussert knapp gegen Michael Gschwind. Am Start waren 30 Aktive und 40 Jungschwinger.

Willi Wenger
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Cédric Huber (rechts) wirft Michael Gschwind endgültig zu Boden. WWL

Cédric Huber (rechts) wirft Michael Gschwind endgültig zu Boden. WWL

Willi Wenger

Quasi bis zum «letzten Atemzug», nämlich bis drei Sekunden vor Schluss, hat der packende Schlussgang zwischen Cédric Huber und Michael Gschwind angedauert. Erst dann konnte sich der Senne des Schwingklubs Pratteln knapp durchsetzen. Er warf den mit 120 kg gleich schweren Leimentaler mit voller Wucht ins Kurzholz, ohne Wenn und Aber. Dennoch: Es war ein sehr intensiv geführter, spannender Schlussgang. In dem Huber letztlich um eine Spur besser war und sich durchsetzen konnte.

«Ich musste ans Limit gehen», gestand der glückliche Sieger, welcher wie Gschwind über die gesamte Kampfdauer immer wieder das Risiko suchte. Es war buchstäblich ein Kampf auf Biegen und Brechen, der «so oder so» hätte ausgehen können. Beide Schwinger – sie trainieren regelmässig miteinander – brachten sich immer wieder in Bedrängnis. Und: Das war offensichtlich, sie blieben dabei immer hochanständig und fair. Auch dann, wenn der Vollerfolg sehr nahe war.

Offensive war trotzdem angesagt, immer wieder. «Mir hätte ein Gestellter gereicht, Cédric musste gewinnen», kommentierte Gschwind, der zurzeit nominell wohl stärkste Baselbieter. Huber wusste am Abend seinen Sieg deshalb richtig einzuordnen. «Der Glücklichere hat heute gewonnen. Ich freue mich natürlich trotzdem. Dieser Erfolg gibt mir Schub für die kommenden Feste, beispielsweise das Solothurner Kantonalfest am Sonntag.»

Gschwind wurde letztlich mit 57,50 Punkten Zweiter, ein Total, das er mit Christian Brand vom Schwingklub Oberwil zusammen teilte. Auch im dritten Schlussrang klassierten sich zwei Athleten auf dem gleichen Rang, der Solothurner Klemens Stegmüller und der Baselbieter Hoffnungsträger Remo Kocher mit 57 Zählern.

Bei den Jungschwingern setzten sich mit Tobias Hengartner und Dario Christ zwei Solothurner bei den Jahrgängen 2003–2005 durch. Andrj Gerber totalisierte mit 59,75 Punkten im Feld der Jahrgänge 2000–2002 die Tageshöchstnote; Janic Voggensperger war bei der Altersklasse 1998–1999 das Mass aller Dinge.