Zweites Spiel, zweiter Sieg für den FC Wangen: Nach dem 6:4 im Startspiel in Buochs bezwang das Team von Willy Neuenschwander zu Hause den FC Black Stars mit 2:0. Dies, obwohl der Trainer keine gute erste Halbzeit gesehen hatte von seiner Elf: «Wir waren zu hektisch und nervös am Ball. Defensiv sind wir im Vergleich zum Buochs-Spiel aber wesentlich besser gestanden, auch im Mittelfeld.»

Im Spiel nach vorne passte beim Heimteam indes lange Zeit wenig zusammen. Neuenschwander stellt um und beorderte Quinjica anstelle von Gyorgiev ins Sturmzentrum. «Gyorgiev ist nicht ins Spiel gekommen, auch auf der Aussenbahn nicht», begründete Neuenschwander. «Quinjica konnte besser nachsetzen, ging weitere Wege und störte den Gegner gut im Aufbau», lobt der Trainer den späteren Schützen zum 2:0.

Bei Black Stars nur Rodriguez gefährlich

Das 1:0 für den FC Wangen fiel in der 29. Minute: Nach einem Doppelpass in der Mitte mit Halimi hatte Binaku freie Schussbahn. Black-Stars-Goalie Oberle liess den Ball abprallen und Husi staubte ab. Auf der Seite der Basler konnte in der ersten Halbzeit einzig Rodriguez so etwas wie Torgefahr versprühen.

Der Ex-Xamaxien wurde in der 8. Minute gerade noch von Moser am Abschluss gestört, spedierte einen Kopfball über das Gehäuse (12.), scheiterte an FCW-Torhüter Häfliger (22.) und setzte schliesslich in der 36. Minute seinen Schuss viel zu hoch an. «Wir hatten unsere Torchancen, waren im Abschluss aber zu wenig gut», haderte Trainer Benjamin Huggel.

Den ersten Gegentreffer begründete er mit einer Unachtsamkeit seiner Spieler. «Das zweite Tor fiel dann während einer Druckphase der Wangner», so Huggel weiter. Zehn Minuten nachdem er den Ball nur knapp am weiten Pfosten vorbeigeschoben hatte, konnte Quinjica doch noch jubeln (65.): Oberle parierte den Schuss aus der Drehung von Gyorgiev, gegen Quinjicas Nachschuss war er machtlos. Es war die Entscheidung.

Huggel gratuliert Wangen

Die Black Stars verzeichneten nach dem Seitenwechsel nur eine nennenswerte Strafraumszene: Acar schoss den Ball in der 80. Minute unbedrängt am Tor vorbei. Der Sieg der Wangner hätte sogar höher ausfallen müssen: Bekteshi per Freistoss, Binaku und vor allem Zimmerli, der den Pfosten traf, verpassten in den Schlussminuten das 3:0 aber allesamt. «Wangens Sieg war verdient», musst denn auch Huggel akzeptieren. «Wir hatten gute Ansätze, sind aber noch nicht genug weit und müssen uns noch finden.»

Willy Neuenschwander auf der anderen Seite sah in der zweiten Halbzeit viel Positives von seinem Team: «Die Spieler sind engagiert und willig, das ist die Basis.» Trotzdem wartet auch auf ihn noch viel Arbeit. «Wir brauchen noch mehr Ruhe im Spiel, müssen uns im Passspiel noch steigern und auch die Laufwege noch besser einstudieren», sieht er Verbesserungspotenzial.

Dank des Punktemaximums aus den zwei Partien ist Neuenschwander, der auf diese Saison hin vom FC Rothrist auf die Chrüzmatt gewechselt war, ein perfekter Start geglückt. Die beiden Siege gäben dem Team zwar eine gewisse Sicherheit und Selbstbewusstsein, doch Neuenschwander warnt: «Wir dürfen jetzt sicher nicht überheblich werden.» Am nächsten Samstag gehts für den FCW mit dem Gastspiel in Delémont weiter.