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Huggel weg vom FC Basel - schon bald bei Alex Frei in Luzern?

Benjamin Huggel verlässt den FC Basel.

Benjamin Huggel verlässt den FC Basel.

Benjamin Huggel will offenbar mehr, als weiterhin «nur» U12-Trainer beim FC Basel sein. Deshalb hat er einen neuen Vertrag des FCB ausgeschlagen. Huggels nächste Destination dürfte der FC Luzern sein, dort wurde eben der U21-Trainer gefeuert.

Als die Klubspitze und Nachwuchsverantwortlichen des FC Basel gestern Morgen in einer Tageszeitung blätterten, fiel ihnen ein Artikel auf, der sie «not very amused» stimmte. «Benjamin Huggel muss gehen» stand da über drei Spalten. «Und dieser Titel ist schlicht falsch und entspricht nicht den Tatsachen», erklärt Adrian Knup (45), Vorstands- und Verwaltungsrat sowie Direktor der Nachwuchsabteilung, gegenüber der bz Basel.

Und der alt Internationale präzisiert sogleich: «Wir, die Klubspitze und Nachwuchstechniker, sind Anfang Januar mit Benjamin Huggel zusammengesessen und haben ihm aufgezeigt, wie wir uns die weitere Zusammenarbeit vorstellen. Und haben ihm eine Vertragsofferte unterbreitet. Huggel hat sich eine Bedenkzeit ausbedungen, was völlig legitim ist. Vor einigen Tagen hat er uns gesagt, dass er das Angebot nicht annehme. Das ist Fakt», so der Bottminger.

Man spricht von lausigem Angebot

Nähere Einzelheiten über Aufgaben und Vertragsinhalt gibt der FCB nicht preis. Man liegt aber nicht falsch, wenn man vermutet, dass Huggel, seit jeher forsch im Auftreten und eine klare Meinung vertretend, sich nicht mit der weiteren Betreuung der U12 abgeben wollte. «Der FCB hat das Glück, mit Thomas Häberli in der U21, Raphael Wicky bei der U18, Arjan Peço im U17-Team und Werner Mogg bei der U16 über Trainerkapazitäten zu verfügen, die seit vielen Jahren, Mogg sogar Jahrzehnte, vorzügliche Arbeit abliefern», erklärt Knup.

Kein Seitenhieb

Er will dies nicht als Seitenhieb gegenüber dem «Alphatier» Huggel verstanden wissen, denn Huggel steht erst am Anfang seiner Trainerlaufbahn. Letzterer war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Aus seinem persönlichen Umfeld, das sich primär im Birstal befindet und aus seinen Senioren-Kollegen des FC Biel-Benken (ein Mitspieler heisst Alex Frei…) zusammensetzt, war jedoch zu vernehmen, dass «der Klub dem Beni ein derart lausiges Angebot gemacht hat, das er gar nicht annehmen konnte. Selbstverständlich will niemand diese Aussage namentlich in der Zeitung bestätigen …

Es dürfte Richtung Luzern gehen

Weil der FC Luzern gestern den Vertrag mit Christian Brand, dem Trainer der U21, auflöste, glaubt man den Nachfolger des Deutschen zu kennen. Benjamin Huggel natürlich. Sein Kumpel Alex sei dort Sportdirektor und er habe ja bekanntlich schon Carlos Bernegger vom FCB weggelotst und als Cheftrainer installiert, tönt es von es von Huggel-Wegbegleitern in Basler In-Lokalen, wo der Huggel-Abgang eifrig diskutiert wurde.

Äusserungen, die darauf hindeuten, dass der Ex-Profi gegenüber dem FC Basel seine (hohen) Forderung kompromisslos gestellt hat. Dies im Wissen, dass er ein Alternative in der Hinterhand hat. Doch der FCB, so sehr er auf Identifikationsfiguren setzt, «lässt sich nie unter Druck setzen. Wir suchen für jeden Posten die bestmöglichste Person – gerade im Nachwuchsbereich.

Ungeachtet der Herkunft», hatte Sportdirektor Georg Heitz einst gesagt. Auch wenn mit dem Innerschweizer So arbeiten mit dem Walliser Wicky und Albaner Peço Leute bei den drei wichtigsten Nachwuchs-Teams, die kein lupenreines «Sali zämme» wie die FCB-Ikone Huggel sagen können.

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