Ich werde mir bestimmt einige Spiele des Afrika-Cups anschauen. Ich mag die Art Fussball, die dort gespielt wird. Athletisch bringen die Afrikaner alles mit. Auch Spielfreude und Kreativität sind ihnen angeboren. Das sind ihre Stärken, die muss man fördern und man darf ihnen auf dem Platz keine Fesseln anlegen.

Doch im Fussball ist taktische Disziplin gefragt. Ein Stück weit müssen auch die afrikanischen Spieler diese annehmen. Früher regierte bei Länderspielen in Afrika das Durcheinander. Ich beobachte, dass sie in diesem Bereich grosse Fortschritte machen. Vor allem die Spieler, die bereits im jungen Alter nach Europa kommen und hier ausgebildet werden, sind taktisch schnell auf dem Niveau ihrer europäischen Teamkollegen. Wenn dieser Generationenwechsel abgeschlossen ist, kann ich mir vorstellen, dass irgendwann ein afrikanisches Land den Weltmeistertitel gewinnt.

Beim FC Basel haben wir zurzeit fünf Spieler aus Afrika. Ich arbeite sehr gerne mit ihnen zusammen, sie bringen mit ihrer Offenheit und guten Laune frischen Wind in die Mannschaft. Ich mag es allgemein, wenn die kulturelle Vielfalt eines Teams gross ist. So bilden wir uns auch auf der menschlichen Ebene weiter.