Sm'aesch Pfeffingen

«Ich will etwas zurückgeben» - Bernhard Heusler steigt bei Sm'Aesch Pfeffingen ein

Bernhard Heusler tauscht die FCB-Fahne mit den Farben des NLA-Volleyballklubs Sm’Aesch-Pfeffingen ein.

Bernhard Heusler tauscht die FCB-Fahne mit den Farben des NLA-Volleyballklubs Sm’Aesch-Pfeffingen ein.

Bernhard Heusler, bis in diesem Sommer langjähriger Präsident des FC Basel und Mehrheitsaktionär der FCB Holding AG, steigt neu bei Sm’Aesch Pfeffingen ein. Als ihn die «Nordwestschweiz» erreicht, erklärt er erst, gar nicht gross im Rampenlicht stehen zu wollen, zeigt sich aber dennoch gesprächsbereit

Herr Heusler, was genau darf man von Ihnen in Ihrer neuen Funktion bei Sm’Aesch Pfeffingen erwarten?
Bernhard Heusler: Mein Mitwirken bei Sm’Aesch Pfeffingen ist kein Job, sondern ein ehrenamtliches Engagement, wie es von vielen Menschen tagtäglich für den Sport in der Region erbracht wird. Ich will Werner Schmid, Gründer, Träger und gute Seele des Klubs, unterstützen bei der Führung des Vereins. Und wenn zudem mein Netzwerk bei der Akquisition von Sponsoren hilft, dann ist das auch gut.

Ist Sm’Aesch Pfeffingen für Sie ein Ersatz für den FCB?
Nein. Ich werde keine Ziele vorgeben oder die Hauptverantwortung übernehmen, auch wenn ich als Verwaltungsrat an der Führung des Klubs teilhabe. Zur sportlichen Leitung des Teams werde ich eine viel grössere Distanz haben als beim FCB, aber sicher – wenn gefragt – mein Verständnis von der Führung eines Hochleistungsteams einbringen. Primär wollen wir unterstützend helfen, wenn es darum geht, die zwei so hervorragend aufgebauten Bereiche «Breiten- und Spitzensport» im Frauen-Volleyball in der Region zu erhalten.

Erzählen Sie uns, wie Ihr Engagement überhaupt zustande gekommen ist.
Werner Schmid ist auf Marc Troxler und mich zugekommen mit der Frage, ob wir uns ein Engagement für «seinen» Verein vorstellen könnten. Marc Troxler unterstützt seit Jahren Sm’Aesch Pfeffingen. Ich habe ihn als Menschen wie treuen Fan des FCB kennen und sehr schätzen gelernt. Er war nicht nur bei quasi allen Auswärtsreisen des FCB in Europa dabei, sondern stand mir in schwierigeren Momenten meines Präsidiums immer wieder mit wertvollem Rat zur Seite. So hatte er 2009 sanft Druck gemacht, als es darum ging, Alex Frei zurück nach Basel zu holen, und hat zuletzt als Mitglied des Gremiums bei der Vorprüfung des Konzepts der neuen FCB-Führung mitgewirkt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm und natürlich mit Patron Werner Schmid, ohne dessen aufopferungsvolles Engagement es Sm’Aesch Pfeffingen so nicht gäbe.

Bernhard Heusler engagiert sich bei Sm'Aesch Pfeffingen

Bernhard Heusler engagiert sich bei Sm'Aesch Pfeffingen

Also ist Ihre Unterstützung ein Freundschaftsdienst?
Nicht im eigentlichen Sinne. Sondern es ist aus eigenem Antrieb, aber auch in der Überzeugung entstanden, dass ich damit nach Jahren im Scheinwerferlicht des FCB dem Sport in der Region etwas zurückgeben kann. Ich hoffe, dass nach diesem Interview der Fokus wieder auf die gerichtet wird, die es verdienen, bei Sm’Aesch im Vordergrund zu stehen.

Ist Ihr Mittun mit einem Angriff auf Voléro Zürich zu verstehen?
Nein, mein Engagement darf sicher nicht als Kampfansage an Voléro Zürich missverstanden werden. Ich halte es da strikt wie im Fussball: Gute Führung eines Klubs besteht nicht in grossmauligen Ankündigungen auf der Teppichetage.

(Archivbild)

«Hätte ich kein Interesse, würde ich das Ganze nicht machen.»

(Archivbild)

Wie stark werden Sie effektiv eingebunden sein im Tagesgeschäft?
Ich werde – wie gesagt – mehr Distanz haben, auch nicht an jedem Spiel anzutreffen sein. Aber natürlich werde ich ab und an präsent sein, weil die Teams das Interesse der Führung an ihrer sportlichen Leistung verdienen. Hätte ich kein Interesse, würde ich das Ganze nicht machen. Es ist schwer zu sagen, wie viel Zeit ich effektiv investieren werde und kann. Ich bin noch bei zwei anderen Organisationen nebenberuflich tätigt. Ehrenamtliche Engagements gehören dazu, solange man sie zeitlich auch wahrnehmen kann. Mein Hauptberuf wird aber meine Mitarbeit in der neu gegründeten Firma HWH sein.

Welche Verbindung hatten Sie bislang zum Volleyball?
Ich habe früher – wie wohl fast alle – im Turnunterricht Volleyball gespielt und tue dies plauschmässig noch heute. Ausserdem hatte ich vor den Olympischen Spielen in Rio Kontakt mit den Beach-Volleyballerinnen Isabelle Forrer und Anouk Vergé-Dépré. Isabelle Forrer arbeitet seit ihrem Rücktritt vom Leistungssport bei Picstars, einem Start-up, für das ich mich auch engagiere und welches auf einer Online Plattform unter anderem Sporttalente und Sponsoren zusammenführen soll.

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