Eiskunstlauf-Prinzesin
«Ich wollte schon immer aufs Eis»

Karin Weber aus Röschenz trainiert mindestens zehn Stunden pro Woche und geniesst ihr Leben für den Sport.

Mirco Klaus
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bz Basellandschaftliche Zeitung

«Es war eine schwere Zeit. Ich vermisste das Eiskunstlaufen schon extrem», sagt die 14-jährige Karin Weber aus Röschenz – sichtlich erleichtert, dass die Verletzung überstanden ist. Aufgrund eines Überbeines an der Ferse musste Karin fünf Wochen pausieren. Was auf den ersten Blick nach einer nicht allzu langen Zeit aussieht, ist für die Baselbieterin eine gefühlte Ewigkeit. Denn normalerweise dreht sich in ihrem Leben alles um das Eiskunstlaufen. «Als ich mit vier Jahren mit meiner Mutter das erste Mal auf die Eisbahn ging, wollte ich nicht mehr vom Eis. Und als ich mit fünf Jahren beim EC Laufen den ersten Kurs besuchte, war es um mich geschehen», schildert Karin Weber ihre Anfänge – mit einer Ausstrahlung, die verdeutlicht, wie viel Leidenschaft die 14-Jährige für das Eiskunstlaufen hat.

Ein Leben zwsichen Shcule und Eisbahn

Ehrgeiz bringt Erfolg

Diese Zielstrebigkeit hat der Baselbieterin schon einige Erfolge gebracht. Mit drei prall gefüllten Ordnern erscheint sie im Wohnzimmer und erläutert stolz ihre grössten Errungenschaften. Karin war unter anderem Zehnte an den Schweizer Meisterschaften, hat den Swiss Cup in der U14 gewonnen und belegte an einem internationalen Turnier in Kopenhagen den 5. Rang. «Sie ist eine talentierte und sehr ehrgeizige Schülerin und sie ist trotz ihren Erfolgen sehr bescheiden geblieben», sagt ihre Trainerin, Anita Oel-Teuber vom EC Laufen, über Karin. Das grosse Vorbild ist die Schweizer Vorzeigeeiskunstläuferin Sarah Meier, doch Karin denkt (noch) nicht an eine so erfolgreiche Karriere: «Mein nächstes Ziel ist der Goldtest in der Kür, welcher gleichbedeutend mit der Starterlaubnis für die Elite ist. Dann will ich mich bei den Juniorinnen bestätigen und in der Elite einen guten Rang erzielen», sagt sie lächelnd.