Basketball
Im Derby triumphierte die Erfahrung über die Jugend

Im Basketball-Derby der 1. Liga siegte der CVJM Birsfelden gegen die U23 der Starwings mit 63:49 (25:29).

Georges Küng
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Basketball Derby: Starwings U23 (gelb) gegen CVJM Birsfelden (blau), Sporthalle Birsfelden, Foto Kenneth Nars: Starwings Nr. 5 Alessandro Verga (mi) setzt sich unter dem Korbe der CVJM gegen CVJM Nr. 33 Basil Schweizer (li) und 52 Matthias Blum(re) durch

Basketball Derby: Starwings U23 (gelb) gegen CVJM Birsfelden (blau), Sporthalle Birsfelden, Foto Kenneth Nars: Starwings Nr. 5 Alessandro Verga (mi) setzt sich unter dem Korbe der CVJM gegen CVJM Nr. 33 Basil Schweizer (li) und 52 Matthias Blum(re) durch

Kenneth Nars

Was nach 30 Minuten nach einem überraschenden Erfolg des Starwings-Nachwuchses ausgesehen hatte, endete zuletzt im grossen Frust. Im Schlussviertel benötigten die jungen «Wings» sagenhafte neun Minuten, um den ersten Korb zu erzielen. Aus einem 44:39 wurde ein 44:62. Ein Rekord der besonderen, wenn auch negativen Art.

Glänzender Schwarz

Es ist nicht die Niederlage, welche Fragen aufwirft, sondern die Tatsache, dass der Unterbau des Arlesheimer-Birsfelder Kombinats mit fünf Akteuren spielte, die allesamt mit der Nationalliga-A-Equipe trainieren und in der höchsten Spielklasse zu Einsätzen kommen. Und wer die letzten zehn Minuten mit 5:24 verliert, muss sich grundsätzliche Fragen stellen. Nur gerade Felix Stauch, dieser 20-jährige Lörracher, verriet Anlagen, die hoffen lassen, dass aus dem Nachwuchsreservoir dereinst einer den Sprung nach oben schafft.

Der «Cevi» zeigte dreissig Minuten eine durchzogene Leistung. Von Beginn an hielt Luca Schwarz den Traditionsverein im Spiel. Schwarz, ein subtiler Werfer, glänzte mit einer superben Wurfquote und war auch von der Freiwurflinie magistral. Dies kann man von den Starwings freilich nicht behaupten. Wer als Team eine Quote von 32 Prozent aufweist und ein Severin Beltinger alle sechs Freiwürfe ans Brett donnert, muss sich hinterfragen.

Ein starkes Viertel genügte

«Uns genügte ein starkes Viertel, um die Partie zu entscheiden. Es machte sich bemerkbar, dass wir drei Wochen lang kein Spiel mehr gehabt hatten», so CVJM-Trainer Pascal Donati. Auch unter den Körben hatte der «Cevi» eklatante Vorteile. Der Deutsche Matthias Blum (198 cm) und der Arlesheimer Michael Bachmann (28, 198 cm) konnten mit der Zeit ihre Erfahrung und Längenvorteile ins Spiel bringen. Auch da hätte man sich gewünscht, dass ein Boris Smiljic mehr dagegen gehalten hätte.

Ob der CVJM Birsfelden, von Pascal Donati mit viel Herzblut und Leidenschaft geführt, mit einer oder zwei Verstärkungen den Aufstieg in die Nationalliga B anstreben kann, bleibt ungewiss. Die Westgruppe mit dem übermächtigen BC Lausanne ist nochmals eine andere Welt.