Regionalfussball
In der 2. Liga regional war Teamgeist ein wichtiger Trumpf

Das Spitzenspiel zwischen Reinach und Pratteln war ein toller Abschluss der 2.Liga-Vorrunde. Die Gäste gewannen mit 3:2 und bestätigten ihre tolle Form. In dieser Verfassung dürften die Gelbschwarzen ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden.

Alan Heckel
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Der Wettlauf um den Aufstieg ist lanciert. Im Bild: Dino Dizdarevic (7), NK Pajde, und Andy Hablützel, Arlesheim. (Archivbild)

Der Wettlauf um den Aufstieg ist lanciert. Im Bild: Dino Dizdarevic (7), NK Pajde, und Andy Hablützel, Arlesheim. (Archivbild)

Roland Schmid

Besser als die Prattler steht nach 13 Runden nur der NK Pajde da. Angeführt vom kroatischen Offensivduo Kresimir Prgomet und Dino Dizdarevic – beide haben in ihrer Heimat in der höchsten Division gespielt – wurden die Möhlemer ihrer Favoritenrolle gerecht. Für Spielertrainer Dejan Rakitic ist aber der Zusammenhalt im Team das grösste Plus von Pajde: «Dass bei uns alle kicken können, ist kein Geheimnis. Aber endlich haben wir eine Equipe, in der alle mit- und füreinander durch dick und dünn gehen.» Obwohl man in Möhlin den Aufstieg nicht forciert, will man den Platz an der Sonne verteidigen. Dabei sollen auch Prgomet und Dizdarevic mitwirken. Rakitic entkräftet die Gerüchte, dass ihre Zeit bei Pajde wegen Visumsproblemen abgelaufen ist: «Ich kann die Konkurrenz nicht beruhigen. Beide werden auch die Rückrunde mit uns bestreiten!»

Während Aesch und Reinach – beide setzten auf eine Mischung aus Routiniers, die «höher» gespielt haben, und hoffnungsvollen Jungen – in der Spitzengruppe erwartet wurden, ist die Tatsache, dass Arlesheim auf Platz 4 überwintert, eine veritable Überraschung. Der Verein hatte vor der Saison den Abgang von elf Spielern zu beklagen, doch Trainer Ergün Ercedogan formte mit fünf Neuzugängen und mehreren Junioren eine schlagkräftige Equipe. Auch er nennt den Teamgeist als wichtigsten Erfolgsfaktor: «Unser Spirit ist einfach nur geil!» Eine gute Kameradschaft macht aber noch kein Spitzenteam, deshalb kam Arlesheims Trainer kürzlich zum Schluss, «dass unser Hoch nicht nur Glück ist – wir sind eine gute Mannschaft».

Zuversicht beim Schlusslicht

Sieben Teams innerhalb von drei Punkten bilden das Tabellenmittelfeld. Lediglich Oberdorf und Oberwil liegen mit grösserem Abstand am Ende der Rangliste. «Wir hatten viele Verletzte und konnten die Ausfälle nicht kompensieren, weil wir kein breites Kader haben», erklärt Franz Glaser. Der Trainer des Schlusslichts will in der Winterpause deshalb sein Kader verbreitern, «was ohne Geld nicht einfach wird». Der Oberwiler Kampfgeist ist aber intakt. «Wenn alles im Lot ist, sind die sieben Punkte auf den Strich wettzumachen», ist Glaser überzeugt.