In Langenthal hatte der Basler Erstligist in der Nachspielzeit den 2:1-Siegestreffer erzielt. Im Stadt-Derby gegen die Old Boys glückte den «Schwarz-Sternen» in der Endphase das 2:1. Beide Matches hätten durchaus auch mit einer Punkteteilung enden können.

Das mag ein (wenn auch schwacher Trost) sein dafür, dass die Gäste bei ihrem Auftritt in der juras­sischen Hauptstadt die bessere Equipe waren, obwohl sie auf einige Leistungsträger ver­zichten mussten.

Es war dem 19-jährigen Donat Rrudhani vergönnt, unmittelbar nach der Pause den FCBS in Führung zu bringen. Der gebürtige Kosovare wechselte im Sommer von der AS Timau (2. Liga interregional) zum Erstligisten und hat das höhere Tempo und die intensivere Spielintensität bestens adaptiert.

Und ist in den letzten Partien zum regelmässigen Tor­schützen mutiert – man darf da wahrlich von einer Trouvaille sprechen. Rrudhani hätte al­lerdings den Vergleich auch entscheiden können – zweimal fehlte wenig, um das 2:0 zu erzielen.

So kam es, dass der Gastgeber (welcher unter der Woche eine herbe 1:5-Heimniederlage gegen den Nachwuchs des Grasshoppers Club Zürich erlitten hatte) mit dem Mute der Verzweiflung alles nach vorne warf.

Wenig koordiniert, mit wenig Feingefühl, dafür viel Lei­denschaft und auch Emotionen. Und es war Captain Tom Villemin, der sich als umjubelter Torschütze feiern liess – mit dem Makel, dass er regelwidrig den Gastkeeper förmlich «über den Haufen geworfen» hatte.

Spitzenkampf gegen Biel

Am kommenden Samstag kommt es auf dem Sportplatz Buschweilerhof zu einem Lecker­bissen. Dann gastiert mit dem FC Biel einer der Schweizer Traditionsvereine, mit einer glorreichen Vergangenheit, in Basel. Die Bieler, welche im Schweizer Cup ein gewisses YB an den Rand einer Niederlage gebracht hatten (der Berner Ausgleich fiel in der 95. Mi­nute nach einem Eckball, der keiner war!), sind wieder auf dem Weg «nach oben».

Sie ge­wannen, auch dank der Schützenhilfe im letzten Match durch den SC Dornach die «Basler Gruppe» in der 2. Liga inter (ansonsten der FC Liestal aufgestiegen wäre) und sind jetzt erster Verfolger der Black Stars.

Kurzum: «Blägg» gegen Biel ist der ultimative Spitzen­kampf – und die Elf von Cheftrainer Samir Tabakovic will diesen Härtetest und Reifeprü­fung zugleich bestehen. Am besten mit einem Dreier, der am Sonntagnachmittag in Delé­mont unglücklich entglitten ist.