Eishockey
In der kommenden Saison kann «jeder jeden schlagen»

Die Eishockey Mannschaften von Zunzgen-Sissach, Laufen und Rheinfelden starten am Wochenende in die 2.-Liga-Saison. Dabei haben alle drei Teams das gleiche Fernziel: die Qualifikation für die Playoffs.

Jonas Burch
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Wieder auf dem Eis: Rheinfelden mit Raffael Stäubli. Boss/Archiv

Wieder auf dem Eis: Rheinfelden mit Raffael Stäubli. Boss/Archiv

Boss Christian

Für die drei regionalen Teams gilt es nach einer mehrmonatigen Vorbereitungsphase an diesem Wochenende ernst. Beim Trio ist vieles wie gehabt und doch ganz anders. Das Fernziel ist aber bei allen gleich: die Qualifikation für die Playoffs.

EHC Zunzgen-Sissach: Es wurde viel gesagt, geschrieben und vor allem – viel diskutiert. Wie gehts mit «ZS» weiter? Was wird aus den Nachwuchs- und Spitzenteams? Bereits im Mai hat sich die 1. Mannschaft aus der 1. Liga zurückgezogen. Bei der 2. Mannschaft hat sich die Frage nach einem Rückzug aus dem Meisterschaftsbetrieb nie gestellt. «Jetzt halten wir für den Verein die Fahne hoch», sagt Trainer Michael Amsler. Mit dem Aufstieg in die 2. Liga hat der Klub schon letzte Saison ein Zeichen gesetzt. In der neuen Spielzeit gilt es nun, die Leistungen der Vorsaison zu bestätigen. Nach der «Kunschti-Debatte» werden die Baselbieter weiter im Basler Exil (KEB Margrethen, KEB Eglisee) antreten müssen. «Wir haben uns aber an dieses Nomadendasein gewöhnt. Dass sich die Spieler dennoch dazu aufraffen, unterstreicht unseren Teamgeist», sagt Amsler stolz. Auf diese Saison stiessen zwei 1.-Liga-Spieler von Zunzgen-Sissach ins Team, dafür muss die Mannschaft den Abgang von Topskorer Moritz Fiechter verkraften. «So oder so müssen wir in jedem Spiel 100 Prozent geben. Ansonsten findet man sich schnell am unteren Tabellenende wieder», warnt Amsler.

EHC Laufen: Die Testspiel-Bilanz spricht für sich – sechs Siege, eine Niederlage. Doch bei den Laufnern wird tief gestapelt: «Diese Resultate dürfen wir keinesfalls überbewerten. Am Wochenende fängt alles bei null an», weiss Trainer Christof Amsler. Trotzdem konnte der Coach einige Schlüsse aus den Resultaten ziehen. Positiv wie negativ. Bestes Beispiel ist der letzte 9:7-Testspiel-Sieg gegen den EHC Boll. Im Angriff konnten endlich die Tore eingefahren werden, aber die defensive Anfälligkeit bleibt weiter ein Problem. Am allermeisten beschäftigt den 2.-Ligisten aber die derzeitige Verletzungsmisere. Von den rund 22 Spielern fallen derzeit sieben Akteure aus. Gegen Boll brachten die Baselbieter mit Ach und Krach elf Spieler zusammen. Insgesamt stehen sechs Abgängen nur drei Zuzüge gegenüber. Eine Kader-Reduktion, die so nicht beabsichtigt war. «In unserer Region ist die Dichte an Eishockey-Teams gross. Mit Basel, Zunzgen-Sissach und Rheinfelden gibt es neben uns noch weitere, konkurrenzfähige Alternativen», sagt Amsler. Am Playoff-Ziel soll die dünne Personaldecke nichts ändern. Amsler hält fest: «In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Der Grat zwischen Sieg und Niederlage ist enorm schmal.»

EHC Rheinfelden: Nach der verpassten Playoff-Qualifikation soll es diesmal klappen mit dem angestrebten Ziel. «Die Spieler sind gewarnt und wissen, dass jedes Nachlassen sofort bestraft wird», weiss Sportchef Hansueli Tischhauser. Mit Michael Eppler steht auf diese Saison hin ein neuer Mann an der Seitenlinie. Seine Philosophie scheint bereits erste Früchte zu tragen: «Der Trainer fordert mehr von seinen Spielern als sein Vorgänger. Für mich ist dies die richtige Richtung», sagt Tischhauser. Dank diversen Verstärkungen – darunter auch Daniel Müllener vom 1.-Ligisten Basel/KLH – stuft der Sportchef das Team stärker ein als im Vorjahr.