Basketball
In einem Punkt sind die Starwings Lugano trotz Kanterniederlage voraus

Die Starwings kassierten zum Abschluss der Qualifikation nochmals Prügel. Die Starwings verloren bei Meister Lugano gleich mit 60:92.

Georges Küng
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Justin Dobbins (rechts) war mit 22 Punkten bester Skorer der Starwings.

Justin Dobbins (rechts) war mit 22 Punkten bester Skorer der Starwings.

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Dass das letzte Meisterschaftsspiel in der Qualifikationsphase der Nationalliga A für die Starwings resultatmässig desaströs ausfallen würde, wusste man schon vor dem Anpfiff. Die Baselbieter Delegation hätte, statt mit dem Car, auch mit einem Kleinbus ins winterliche Lugano reisen können. Denn mit von der Partie waren jene Aktiven, «die einigermassen gesund laufen können und im Lande sind», wie Starwings-Cheftrainer Marko Si- mic bereits nach der Heimpartie gegen Leader Genf gesagt hatte. Und diese Kriterien erfüllen derzeit nur wenige Spieler. Sechs Akteure bemühten sich, die 40 Minuten im Tessin zu überstehen.

Die Geschichte der Partie ist schnell erzählt. Die Tigers, wie sich die Luganesi nennen, erzielten Korb um Korb. Mit einer Leichtigkeit, die erstaunte. Oder eben doch nicht, weil die Antipoden aus Birsfelden schlichtweg inferior waren. Es verlangt auch niemand von einem 4-Zylinder-Auto, dass es einen Formel-1- GP gewinnt. Nach 15 Minuten stand es 41:19 (!) – und die wenigen Matchbesucher im Istituto Elvetico langweilten sich ob einer Partie, die niemandem diente.

Dass sich das finale Skore «in Grenzen hielt», war Nebensache. Und ist Lugano zu verdanken, das im letzten Viertel mit Leuten spielte, die selten bis nie in der Nationalliga A zum Zuge kommen. Da konnten die Gäste das Punktegeschehen ausgeglichen gestalten und die letzten zehn Minuten sogar für sich entscheiden.

Eigentlich hätte das Arlesheimer-Birstaler Kombinat nach den Ostertagen in der allerletzten Runde erneut ins Tessin reisen müssen. Weil sich aber die SAV Vacallo bekanntlich aus dem Spielbetrieb zurückgezogen hat, dürfen Burrows, Dobbins, Fuchs, Matter und Co. nun drei spielfreie Wochen geniessen, bevor es mit den Playoffs weiter geht. Primäres Ziel wird es sein, die (Dauer-)Verletzten und Indisponierten spielfähig zu machen.

In einem Punkt aber sind die Starwings dem Meister der drei letzten Jahre, der heuer in dieser Qualifikationsphase mehr Matches verlor als in den drei letzten Spielzeiten zusammen, voraus. Während der BC Lugano noch keine Lizenz für die nächste Saison 2013/14 erhalten hat, gehören die Starwings mit fünf anderen A-Ligisten (Boncourt, Genf, Massagno, Monthey und Neuchâtel) zu jenen Klubs, welche die Lizenz – wenn auch mit strengen Auflagen – bereits in erster Instanz erhalten haben. Die Auflagen betreffen die Finanzen. Auch wenn gestern am Spielermaterial die grösseren Zweifel anzubringen gewesen sind.