Nach dem Spiel ergriff Capitaine Madlaina Matter das Mikrofon und bedankte sich beim Publikum, das ihre Mannschaft am Mittwochabend in der St. Jakobshalle lautstark unterstützt hatte. Die Atmosphäre in der Halle beschrieb Topscorerin Dora Grozer als «Gefühl, dass man alles schaffen kann» und Matter als «ein Traum, der wahr wurde».

«Wir wussten, dass das kein Spiel zum Rumhampeln sein wird», sagte Cheftrainer Andreas Vollmer und das hatte seine Mannschaft von Anfang an gezeigt. Fokussiert und gut vorbereitet dominierte Sm’Aesch im Rückspiel gegen das belgische Team VC Oudegem von Beginn weg. Vollmer hatte sein Team genau auf die gegnerische Mannschaft eingestellt und hatte damit verhindert, dass sich die ungenügende Leistung des Auswärtsspiels in Belgien (1:3-Niederlage) wiederholte.

Sichere Annahmen als Schlüssel zum Erfolg

Die Baselbieterinnen wussten, wo ihre Gegnerinnen angreifen würden, stellten den Block präzise. Egal ob alleine, zu zweit oder gar zu dritt, in den ersten zwei Sätzen passierte kaum ein Smash den Baselbieter Block. Wenn doch, dann stand die Defensive genau richtig und ermöglichte mit sicheren Annahmen einen sauberen Spielaufbau. Das kam auch der Zuspielerin Annalea Maeder zu Gute. Die erst 16-jährige wurde vergangene Woche nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Taylor Tashima (Gehirnerschütterung) ins kalte Wasser geworfen. Am Mittwoch, nach einer Woche mit «guten Trainings» wie Matter sagte, war das Team besser mit Maeder eingespielt.

Während dem Heimteam von Anfang an alles gelang, war bei Oudegem der Wurm drin. Die Belgierinnen scheiterten nicht nur an der guten Defensive und der druckvollen Offensive von Sm’Aesch, sondern auch an der fehlenden Präzision im eigenen Aufbauspiel. In den ersten beiden Sätzen liess Sm’Aesch keine Führung der Gegnerinnen zu. Nach zwei souveränen Satzgewinnen (25:16 und 25:14) geriet Sm’Aesch zu Beginn des dritten Satzes erstmals in Rückstand. Grund dafür war Lotte Vandendriessche. Mit der Aussenangreiferin stand und fiel das Spiel der Belgierinnen und im dritten Satz gelangen ihr einige Punkte. Beim Stand von 7:10 zugunsten von Oudegem nahm Vollmer sein erstes Time-Out des Spiels. Der dritte Durchlauf blieb in Folge eng. Erst mit einer platzierten Finte Jessica Venturas und dem Ausgleich zum 18:18 schaffte es Sm’Aesch, sich wieder in Front zu spielen. Von drei Satzbällen verwertete Grozer dann auch gleich den ersten zum 25:21.

Trotz eines erneuten 0:2-Rückstands im Golden Set gab sich Sm’Aesch keine Blösse mehr. Die Baselbieterinnen erspielten sich sieben Matchbälle, von welchen sie am Ende den dritten zum verdienten 15:9-Sieg verwerteten. Nun heisst der Gegner im CEV-Cup-Achtelfinale Swietelsky Békéscsaba. Sm’Aesch wird auch gegen die ungarische Mannschaft das Heimspiel in der St. Jakobshalle austragen. Madlaina Matter hofft aber, «dass wir dann kein Golden Set mehr brauchen.»